Die Ausgrabung von Tartessos

 
Las excavaciones de Tartessos (situacion 2005)

von Karl Juergen Hepke

Deutsche Uebersetzung von auf der Ausgrabungsstaette vorhandenen Informationstexten
Anmerkungen von TOLOS * in Kursiv am Ende der Texte

Dona 1

Die Stadt beim Kastell Dona Blanca

 
Die Stadt beim Kastell Dona Blanca liegt auf einem kuenstlichen Huegel 34 m ueber dem Niveau des Meeres und erstreckt sich ueber ca 5 Hektar. Dieser Huegel lag zum Zeitpunkt ihrer Gruendung direkt an der Kuestenlinie.* Die alluvialen Ablagerungen des Flusses Guadalete haben seine fortschreitende Entfernung vom Meer bewirkt.*

Die Stadt wurde gegruendet im Anfang des VIII Jhdt. v. Chr. und war umgeben von einer starken Mauer mit Graben. Ihre Einwohner lebten dort bis zum III Jhdt. v. Chr. bis sie im Verlauf des zweiten punischen Krieges verlassen wurde.

Ihre hier aufgefunden archaeologischen Merkmale, ihre Lage und vor allem die Tatsache, dass es sich um eine vollstaendige phoenizische Stadt ohne spaetere Ueberbauung handelt, machen aus Dona Blanca einen hervorragenden Schluessel fuer die Kenntnisse der Welt der Phoenizier.

** Der unmittelbare Uebergang des Abhangs des Huegels in die voellig flache Ebene laesst deutlich erkennen, dass es sich nicht um eine Kuestenlinie des Meeres , sondern um eine durch die Ablagerungen des Flusses oder andere Sedimentationen aufgefuellte Senke handelt.

Dona 2

Allgemeine Geschichtsdaten

Die erste Ansiedlung im Bereich Dona Blanca stammt aus der Anwesenheit von Menschengruppen in einer spaeten Fase der Kupferzeit* am Ende des dritten Jahrtausends vor Chr. Diese Periode dokumentiert sich in Boeden oder Spuren von verstreuten Huetten, die an die urspruengliche Topografie des Gelaendes angepasst lagen.* In der Fortsetzung gibt es eine Zeit der Nichtbesiedlung*, die bis zur Mitte des VIII Jahrhunderts v.Chr. dauert, der Zeit in der sich die erste phoenizische Ansiedlung vollzog. Kurz darauf wurde die erste Stadtmauer errichtet.

Die Ansiedlung war darauf besiedelt in ununterbrochener Folge bis zur Ankunft der Roemer im Verlauf des zweiten punischen Krieges ( 206 v. Chr.) Waehrend dieser 600 Jahre wurden zwei neue befestigte Stadtmauern errichtet ( im VI und III. Jahrhdt. v.Chr.) und verschiedene Umgestaltungen der Stadt vorgenommen.
Es zeigt sich darauf eine weitere Zeit der Nichtbesiedlung bis zum Mittelalter die sich im IX und XII Jahrhdt. n. Chr. erst aendert.
In neuerer Zeit, im XV Jhdt. n.Chr., wurde der Turm oder Eremitage in Form eines griechischen Kreuzes errichtet, in der die Legende die Gefangenschaft bis zur Ermordung in 1361 von Dona Blanca von Bourbon, der Gemahlin von Pedro I, dem Grausamen,ansiedelt.

Secuenca cronologica del yacimiento Arqueologico del Castillo de Dona Blanca.
Chronologische archaeologische Folge der Besiedlung vom Castillo de Dona Blanca

Fase_____ Periodo historico___________Cronologia/Cronologie_________Historische Periode

I_______ Calcolitico final____________ 2000 -1800 a.C.___________ Ende der Kupferzeit *
_________Vacio historico*________________________________________ Keine Besiedlung erkennbar*
II_______ Fundacion Fenicia____________800 - 775 a.C.__________ Phoenizische Stadtgruendung
III_____ Epoca Fenicia Arcaica____1/2 del s. VIII - s. VII a.C.___ Alte phoenizische Periode
IV________Epoca Turdetano_____________ s. VI - III a.C.____________ Turdetanische Periode
V_________Epoca Barcida_____________2o. mitad del s.III a.C.______ Karthagische Periode
__________Vacio historico_____________________________________Keine Besiedlung erkennbar
VI_______Periodo Hispano-Musulman____s. VIII - s.XIII d.C.______ Spanisch-Muselmanische Periode
VII______Periodo Postmedieval___________s. XV - XVI d.C._______Nachmittelalterliche Periode

*** Die angegebenen Daten stuetzen sich auf eine relativ kleine, bis auf den Fels ausgegrabene Flaeche, die dazu noch an der Nordseite, also der dem Meer abgewandten Seite, liegt. Es ist also durchaus moeglich, dass an guenstiger gelegenen Plaetzen Besiedlungsreste aus der Bronzezeit vorhanden sind. Die Zeitangabe 2000-1800 v.Chr. in der Zeittabelle entspricht auch nicht der "ausgehenden Kupferzeit", sondern liegt fuer den Mittelmeerraum schon voll in der Bronzezeit
Aus dieser Zeit koennten auch die bemerkenswerten Mauer- und Fundamentreste stammen, die eine starke Aehnlichkeit zu Mauern aus Troja VI (1700-1250 v.Chr.)aufweisen und sich bisher vorwiegend an der Ostseite des Tartessoshuegels fanden. Es koennte sich dabei um die ersten "echten" Reste der Tharsisbebauung handeln. (Siehe auch Vergleichsfotos aus Troja und Lixus in Marokko)


Dona 3

Die Gestaltung der fruehen Stadt

Aus der fruehen Epoche kennen wir komplete Haeuserbloecke wie auch einige Wohnungen. Sie haben drei oder vier rechteckige oder quadratische Wohnraeume. Ihre Mauern zeigen einen Sockel von festem verputztem Mauerwerk* und der Rest besteht aus Lehmmauer oder luftgetrockneten Ziegeln bis zum Dach, das sicherlich mit Pflanzenabschnitten gedeckt war. Die Tueren zur Strasse haben eine grosse Steinplatte, die als Tuerschwelle und als Sitzbank diente. Die Boeden sind aus gestampften Lehm entsprechend der phoenizischen Tradition und man kann oft in den Ecken der Wohnraeume Kruggestelle sehen, die zur Aufnahme von Amphoren mit Wasser dienten.
Neuerdings kennen wir weitere architektonische Elemente der Stadt. Einen Backofen an der Strasse und ein kreisfoermiges Becken, das mit Kalk vollstaendig wasserundurchlaessig gemacht wurde. Ebenfalls erwaehnenswert ist eine Weinkelter mit zwei zementierten Becken (antiker Beton) in denen die Trauben getreten wurden und der Saft floss durch zwei Kanaele in ein anderes tieferes Becken mit einem Boden aus einem wasserundurchlaessigem Gemisch aus Kalk, Sand und zerkleinerter Keramik (antiker Beton , "opus signinum").

 
* Es ist bemerkenswert, dass sich in dem aus einfachen unbehauenen Bruch- oder Fundsteinen bestehendem, mit Kalkmoertel verbundenem Mauerwerk immer wieder einzelne oder auch mehrere grosse sauber und exakt behauene Quader aus Granit befinden, ohne dass oft eine besondere Funktion damit verbunden ist. Es sieht so aus, als ob es sich hier um wiederverwendete Steine aus Gebaeuden einer frueheren Epoche, moeglicherweise der von Atlantis-Tharsis, handelt, die zum Teil wahllos in die Mauern eingefuegt wurden.

Dona 4

Die Nekropolis, der Kult fuer die Toten

Die Nekropolis der Stadt befindet sich im Gebiet genannt "Las Cumbres" der Sierra de San Cristobal

und erreicht eine Ausdehnung von 100 Hektar. Wir finden in ihr eine Verteilung in Zentren oder Friedhoefen bestimmter Epochen die von der mittleren Bronzezeit bis in die turdetanische Zeit reichen.

Die Typen der Graeber und die Bestattungsarten , die man findet , sind unterschiedlich, sie reichen von Graebern, die in den Felsen hineingehauen wurden, bis zu Strukturen von kuenstlich angelegten Huegeln oder Tumulen, die Graeber von verbrannten Toten bedecken.

Die Gruppe von Professor Diego Ruiz Mata führte eine archaeologische Ausgrabungskampagne in dieser Nekropolis in den Jahren 1984-85 durch. Der Tumulus I von Las Cumbres, der als einziger bis heute ausgegraben wurde, enthaelt Brandbestattungen von bis zu 80 Personen, die in einer kreisfoermigen Struktur angelegt sind. Das Zentrum enthielt hier ein "ustrinum" d.h. eine Stätte an der die Toten verbrannt wurden. In seiner Umgebung gruppieren sich nach Rang eingestuft die verbrannten Reste der Toten wobei die reichsten am naechsten zum rituellen Verbrennungsplatz bestattet wurden.

Am Ausgang des VIII Jhdt.s zeigt sich eine noch staerkere Beachtung der Rangordnung in einem Tumulus, der in einen frueheren eingeschlossen ist und in dessen Zentralbereich sich die Verbrennungsstaette eines Individuums mit reicher Ausstattung befindet und in seiner Umgebung eine bestimmte Anzahl von viel einfacheren Brandbestattungen.

NEW Filmspot 6: Nekropole

Der vollstaendige Film ATLANTIS IN ANDALUSIEN (Dauer 40 min) kann als DVD zum Preis von Eur 15,- bezogen werden bei : Medienzentrum Henneberger Land, Elisabethstr.8-10, D 98553 Schleusingen

Dona 5

Gemeinsames Leben, der phoenizische Einfluss.

Das Ankommen phoenizischer Bevoelkerungsteile auf unserer Halbinsel ergab sich aus intensiven Handelsbeziehungen, vor allem in Bezug auf den Handel mit Metallen. Einige Autoren meinen, dass sie auch fruchtbare Laender suchten, um sie zu kultivieren. Das wichtigste ist, dass ihre Gegenwart in der einheimischen Bevoelkerung des heutigen Andalusiens tiefe strukturelle Aenderungen bewirkte.

1. Keramik: Es erscheint die Toepferscheibe, die eine verbesserte Qualitaet des Produktes bewirkt und die Produktion effektiver macht.
2. Metallurgie.: Die Verarbeitung von Eisen wird eingefuehrt.
3. Siedlungsbau : Es gibt grundsaetzliche Aenderungen. Die ovalen oder kreisfoermigen Bauten der ausgehenden Bronzezeit aendern sich in gerade Mauern von rechteckigen oder quadratischen Typ. Damit wird die Anlage von innerstaedtischen Strassen moeglich. Die Anhaeufung von Huetten, mehr oder weniger zerstreut liegend ,wandelt sich schon in eine urbane organisierte Struktur.
4. Alfabet : Obwohl die tartessische Schrift eine komplexe silbenhafte Struktur hat , entstammen die Zeichen aus dem phoenizischen Alfabet.
6. Gesellschaft: Man schaetzt religioese Braeuche und eine neue Art von Bestattungen wie auch eine staerker betonte gesellschaftliche Gliederung. Die Stammesoberhaeupter haben Teil an den produzierten Waren und am Luxus ; die Differenzierung wird in den Bestattungsstaetten deutlich erkennbar. Man kann eine staerkere Spezialisierung der Arbeit und eine staerkeren Bedeutung des Handels erkennen.

Dona 6

Der Tempel des Melqart

Der Tempel des Melqart in Gadir, der spaeter mit Hercules gleichgesetzt wurde, ist einer der grossen Hits der antiken Welt in dem die iberische Halbinsel gewuerdigt wurde. Sein Ruhm erstreckte sich durch den ganzen Mittelmeerraum und viele klassische Autoren schreiben ueber ihn, beschreiben die Riten und Kulte, seine Schaetze, seine beruehmten Besucher, und geben uns Daten ueber seine Architektur. Estrabon berichtet im ersten Jahrhundert ueber die Gruendung von Cadiz :" Die Tyrer gruendeten Gades und errichteten das Heiligtum im Ostteil der Insel und die Stadt im Westteil..." Es befindet sich heute im Wasser der Muendung des Cano de San Pedro, gegenueber der heutigen Insel.

Melqart-Hercules ist der Stadtgott. Die Existenz von Gadir und dem spaeteren Gades steht immer in ausgedehnter Beziehung zu dem Tempel. Dieser Punkt ist sehr wichtig ,da fuer einige Autoren die Gruendung von Gadir direkt vom Tempel von Tyrus geleitet wurde. Andererseits ist er der grosse Patron der grossen maritimen Unternehmungen und des Handels der fruehen Zeiten. Der Tempel von Melqart -Hercules war der Dreh- und Angelpunkt allen Lebens in Gadir, speziell des Handels. So stellte sich der Gott als Garant und Ueberwacher des Handelsablaufs dar und sicherte die Erfuellung der vereinbarten Handelsvertraege. Dies zeigt den stark handelsorientierten Charakter de phoenizischen Lebens und eine geschickte Integration von religioesen und oekonomischen Belangen.

Dona 7

Die lange Reise nach Gadir.

Die Phoenizier, grosse Haendler und Erkunder neuer Schifffahrtswege beherrschten die Kuestenschifffahrt: Kleine Seereisen entlang der Kueste am Tage und Verbringen der Nacht an Land. Die Notwendigkeit einer groesseren Ausdehnung des Handels trieb sie an, neue Routen auf dem Meer zu suchen, die sie von den Haefen, die sie kannten, zu neuen Gegenden fuehrte, die jedesmal weiter entfernt lagen. Dies fuehrte sie dazu, sich auch ueber das offene Meer zu begeben.
Das ganze Mittelmeer zu ueberqueren erforderte nicht nur grosse seemaennische Erfahrung sondern man musste auch ueber ein komplettes System der Orientierung verfuegen. Am Tage bestand es aus Beobachtung des Festlandes, das man schon kannte, in der Nacht erlaubte der Polarstern und die Kenntnis des Firmaments die Ueberquerung.

Um von Phoenizien in den Westen zu fahren, konnte man nicht die Suedroute entlang der afrikanischen Kuest benutzen, weil hier ein bestaendiger Gegenstrom herrscht. Der beste Weg bestand darin, sich nach Zypern zu wenden, dann nahe der Kueste von Kleinasien zu den ionischen Inseln zu fahren, weiter nach Sizilien, den Balearen und an die Ostkueste der iberischen Halbinsel. Um die Strasse von Gibraltar zu erreichen, mussten die Schiffe oft an den Kuesten der Halbinsel an Land gehen und das manchmal fuer mehrere Tage. Dies besonders zu Zeiten, in denen Westwind vorherrschte. Dann war es besser auf einen sanften Ostwind zu warten, der sie nach Gadir fuehrte.
Der Rueckweg bereitete keine groesseren Schwierigkeiten, man konnte hier immer der afrikanischen Kueste folgen und die Meereströmungen nutzen. Die sommerlichen Westwinde halfen dazu noch bei der Reise nach Tyrus*

*Diese natuerlichen Gegebenheiten sind ein weiterer Beweis fuer die Tatsache, dass die oestlichen Ufer des Mittelmeers Kanaan und Phoenizien leichter und frueher vom Westen, von Iberien, aus zu erreichen waren als umgekehrt. Denn fuer die Reise von Osten nach Westen war, wie beschrieben, eine hochentwickelte Seefahrtskunst erforderlich.

Dona 8

Die phoenizische Schrift und das Alfabet

Das phoenizische Volk war das erste, das die Hieroglyphenschrift veraenderte indem es ein Alfabet schuf, das aus 22 Zeichen bestand und keine Vokale enthielt. Es gab nur Konsonanten und man schrieb es von rechts nach links . Diese Entdeckung ist der Schluessel und eins der groessten Errungenschaften die sie uns gebracht haben. Sie floss in alle an das Mittelmeer angrenzenden Sprachen ein. Im wesentlichen besteht sie in der Erfindung einer Serie von grafischen Zeichen, die vollstaendig die einfachen Lautbildungen einer Sprache beinhalten, wobei jede durch ein einfaches Zeichen wiedergegeben wird. Die ersten Versuche hierzu benutzten noch die Systeme der vorher bestehenden Schriften.

Im Sinai fand man ein erstes Alfabet mit etwa dreissig Zeichen, die von vereinfachten Hieroglyphen abgeleitet waren. In Biblos wurden die aegyptischen Formen benutzt , um eine Schrift zu entwickeln die sowohl silben- wie auch Buchstabenschrift war. In Ugarit wurden Texte in einer alfabetischen Schrift erstellt , deren Zeichen keilfoermig waren , weil sie mit einem dreieckigen Stift in den feuchten Lehm gedrueckt wurden, die aber keine Beziehung zur Silbenschrift Mesopotamiens hatte.

Schliesslich hatte sich das phoenizische Alfabet im ganzen Mittelmeerraum durchgesetzt. Das alfabetische System ist gekennzeichnet durch seine Bequemlichkeit.: 22 Zeichen dienen zur Bezeichnung der Konsonanten. Ausgehend von der kanaanaeischen Welt wurde das Alfabet sehr schnell von anderen orientalischen Voelkern aufgenommen: Aramaeern, Israeliten oder Arabern aber auch durch die Anwohner der Mittelmeers: Die Griechen, die Vokale einfuegten und es weitergaben an die Etrusker , Latiner und damit an die vom Latein abgeleiteten aktuellen Sprachen.

Spanischer Originaltext

Dona 1/pic 153

La ciudad en Castillo de Dona Blanca

La ciudad fenicia de Dona Blanca esta situada en un monticulo artificial de 34 metros sobre el nivel del mar y ocupa unas 5 hectares. Este cerro se hallaba en el momento de su fundacion en plena linea de sa costa. La sedimentacion aluvial del rio Guadalete ha ido provocando su alejamiento progresivo del mar.La ciudad se funda a principios del siglo VIII a.C. y estaba rodeada por una fuerte muralla con foso. Sus habitantes permanecieron en ella ininterrumpidamente hasta finales del siglo III a.C. cuando se abandona en el transcurso de la 2o guerra punica.
Los materiales arqueologicos localizados, su situacion y, sobre todo, el que se ponerse una ciudad fenicia completa sin edificaciones posteriores sobre ella hacen de Dona Blanca uno de los enclaves mas privilegados para el conocimiento
del mundo fenicio.

Dona 2 / pic 00142

Datos historicos generales.

El primitivo asentiamiento en la zona del Castillo de Don Blanca se origina con la presencia de grupos humanos de una fase tardia de la Edad del Cobre, al final del III milenio a. C. Este periodo esta documentado con fondos o huellas de cabanas dispersas y adaptadas a la topografia original del terreno. A continuacion hay un periodo de abandono que dura hasta la primera mitad del siglo VIII a.C., momento en el que se produce el primer asentamiento fenicio, construyendose poco tiempo despues el primer recinto amurallado de la ciudad.
El yacimiento es habitado desde etonces de forma ininterrumpida hasta la llegada de los romanos en el transcurso de la 2o. guerra punica (206 a.C.). Durante estos 600 anos se edificaron otros dos recintos fortificados (en los siglos VI y III a.C.) y se realizaron varias remodelaciones urbanisticas.
Se observa otro periodo de abandono hasta la Edad Media, que se vuelve a habitar entre los siglos IX y XII d.C.
En epoca moderna, en el siglo XV, se construye la torre o ermita de planta de cruz griega, donde la leyenda situa la prision hasta su asesinato en 1361 de Dona Blanca de Borbon, esposa de Pedro I El Cruel.

Secuenca cronologica del yacimiento Arqueologico del Castillo de Dona Blanca.
Chronologische archaeologische Folge der Besiedlung vom Castillo de Dona Blanca

Fase_____ Periodo historico___________Cronologia/Cronologie_________Historische Periode

 
I_______ Calcolitico final____________ 2000 -1800 a.C.___________ Ende der Kupferzeit
_________Vacio historico________________________________________ Keine Besiedlung erkennbar
II_______ Fundacion Fenicia____________800 - 775 a.C.__________ Phoenizische Stadtgruendung
III_____ Epoca Fenicia Arcaica____1/2 del s. VIII - s. VII a.C.___ Alte phoenizische Periode
IV________Epoca Turdetano_____________ s. VI - III a.C.____________ Turdetanische Periode
V_________Epoca Barcida_____________2o. mitad del s.III a.C.______ Karthagische Periode
__________Vacio historico_____________________________________Keine Besiedlung erkennbar
VI_______Periodo Hispano-Musulman____s. VIII - s.XIII d.C.______ Spanisch-Muselmanische Periode
VII______Periodo Postmedieval___________s. XV - XVI d.C._______Nachmittelalterliche Periode

Dona3 / pic 00158

El urbanismo de la ciudad tardia


De esta epoca no conocemos manzanas completas pero si algunas viviendas. Tenian tres o cuatro habitaciones rectangulares o cuadradas, sus muros presentan un zocalo de mamposteria enlucida y el resto era de tapial o adobe hasta el techo, que seguramente iria cubierto con tramas vegetales. Las puertas a la calle tienen una losa grande que servia de umbral e incluso de banco. Los suelos son de arcilia apisonada, siguendo la tradicion fenicia, y es frecuente ver en las esquinas de las habitaciones cantareras para albergar anforas contenadoras de agua.
Hoy conocemos otras estructuras arquitectonicas de la ciudad. Un horno, junto a la calle, y una pileta circular recubierta con cal y perfectamente impermeabilizada. Tambien cabe destacar la presencia de un lagar, con dos piletas de opus caementicium ( antiguo hormigon ) donde se pisaba la uva y se vertia el zumo a traves de dos canalitos a otra pileta mas profunda con un suelo de opus signinum ( cal, arena y ceramica machacada ).

Dona 4/pic156

La necropolis, el culto a las muertos


La necropolis de la ciudad se localiza en "Las Cumbres", en la Sierra de
San Cristobal, y abarca una extension de 100 hectares. Encontramos en ella una distribution en nucleos o cementerios de distintas epocas que van desde el Bronce media hasta epoca turdetana. Los tipos de tumbas y los ritos de enterramientos que se observan son variados, desde las tumbas excavadas en la roca o hipogeos de inhumacion hasta los de estructura en cerro artificiales o tumulos que cubren tumbas de incineration. El equipo del Profesor Diego Ruiz Mata realizo una campana de excavaciones arqueologicas en esta necropolis durante los anos 1984 y 1985.

El tumulo I de las cumbres, unico excavado hasta ahora cubria una incineration de hasta 80 individuos repartidos en una estructura circular. El centro lo ocupa durante el siglo VIII a.C. un "ustrinum", es decir, el lugar donde incineraba el cadaver. A su alrededor y de forma jeraquizada se dispusieron las cenicas de los quemados, con los mas ricas a menor distancia del espacio ritual de cremacion.
A finales de siglo VIII a.C. se advierte una mayor jerarquizacion con un tumulo incluido en el anterior en cuya zona central se incinera un individuo con rico ajuar y a sa alrededor un cierto numero de cremaciones mucho mas sencillas.

Dona 5 / pic 152

Convivir juntos, la influencia fenicio


La llegada de la poblacion fenicia a nuestra peninsula se debe al resultado de una intensa actividad comercial, esspecialmente centrada en la busqueda de metales. Algunos autores opinan que tambien quisieron colonizar tierras fertiles para su cultivo. Lo mas importante es que su presencia provoco en la poblacion indigena de la actual Andalucia unos profundos cambios estructurales.

1. Ceramica: Aparece el torno del alfarero, lo que supone una mayor calidad del producto y una produccion mucho mas eficaz.
2. Metalurgia: Se introduce la metalurgia
del hierro.
3. Urbanismo: Se detectan cambios fundamentales. La plantas ovales o circulares de las viviendas de las poblaciones
del Bronze final pasan a ser de muros rectos, de tipo cuadrado o rectangular . Esto favorece la planificacion de calles. La aglomeration de cabanas mas o menos dispersas deja paso a una estructura urbana organizada.
4. Alfabeto: Aunque la escritura tartesica tiene una estructura compleja, de tipo silabico, los signos proceden
del alfabetico fenicio.
5. Sociedad: Se aprecian manifestaciones religiosas y funerarias nuevas ademas de una jerarquizacion social mucho mas acentuada: Los jefes tribales acaparan buena parte de los productos manufacturados o de lujo y la diferenciacion en los enterramientos es ahora evidente. Se detecta una mayor especialacion
del trabajo, y un amplio desarollo del comercio.

Dona 6 / pic 151

El templo de Melqart


El templo de Melqart de Gadir, que luego se identifica con Hercules es uno de los grandes hitos
del mundo antiguo en lo que respecta a la peninsula iberica. Sa fama se extendo por todo el Mediterraneo y numerosos escritores clasicos nos los citan, nos describen sus ritos de culto, sus riquesas, sus visitantes ilustres, incluso nos dan datos de su architectura. Estrabon nos narra, en la siglo I la fundacion de Cadiz " los tirios fundaron Gades y alzaron el sanctuario en la parte oriental de la isla y la ciudad en la parte occidental ...". Se localiza en las aguas de la desembocadura del cano de Sancti Petri, frente al actual islote .

Melqart-Hercules es el "dios de la ciudad". La existencia de Gadir y la posterior Gades siempre va unida y en estrecha relacion con el templo. Hasta tal punto esto es esencial que para algunos autores, la fundacion de Gadir es una operacion directamente dirigida por el Templo de Tiro. Por otra parte, es el gran patron de la aventura maritima y comercial de los primeros tiempos.
El templo de Melqart-Hercules fue el pivote en torno al cual giro toda la vida gaditana, especialmente el comercio. Asi, el dios se erige en garante y regulador de las transacciones y aseguraba el cumplimiento
del trato comercial acordado. Indica el caracter mercantilista de la vida fenicia y una habil integracion de las facetas religiosas y economicas.

Dona 7 / pic 00150

El largo viaje hasta Gadir


Los fenicios, grandes comerciantes y experimentados navegantes dominaban la navegacion de cabotaje: pequenos viajes bordeando la costa y fondeando durante la noche. La necesidad de una mayor expansion comercial les empujaba a encontrar nuevas rutas maritimas que les llevasen a los puertos que ya conocian y tambien a nuevos territorios que cada vez estaban mas lejos. Esto les condujo a adventrarse en altamar.
Atravesar todo el Mediterraneo exigia no solo una gran pericia marinera, sino que tambien era necesario disponer un completo sistema de orientacion: durante el dia les bastaba el avistamiento de la terra firme que ya conocian; por la noche la estrella Polar y su conocimiento
del firmamento les permitia la travesia.
Para viajar desde Fenicia hasta occidente no debieron seguir la ruta meridional por la costa africana debido a la corriente continua en direccion contraria que existe en esta zona. La mejor ruta consistia en dirigirse hacia Chipre, pasar cerca de la costa de Asia Menor las islas ionicas, continuar por Sicilia, luego las Baleares y alcanzar despues la costa levantina de la peninsula.
Al llegar al estrecho, a menudo, las naves tenian que fondear en el litoral peninsular, a veces, incluso durante muchos dias. Esto ocurria en los periodos en que soplaba viento fuerte de poniente. Entonces, era mejor esperar a que un levante suave les empujara hasta Gadir.

El regreso no presentaba mayores dificultades; siempre se podia navigar cerca de la costa africana y aprovechar asi las corriente marinas. Los estivales vientos de poniente tambien ayudarian en el viaje a Tiro.

Dona 8/ pic 149

El escritura y alfabeto fenicio


Fue el pueblo fenicio el primero en modificar la escritura jeroglifica creando un alfabeto de 22 signos que no poseia vocales. Era netamente consonantico y se escribia de derecha a izquierda. Este hallazgo es clave y uno de mas grandes aportes que nos han legado pues influyo en todas las lenguas riberenas
del Mar Mediterraneo. En esencia, consiste en la invencion de una serie de signos graficos que representan la totalidad de los sonidos simples del lenguaje, cada uno indicado por un solo signo.
Los primeros ensayos se hicieron en funcion de los sistemas de escritura preexistences. En el Sinai, se invento un primer alfabeto de una treintena de signos a partir de jeroglificos que simplificaron. En Biblos, los modelos egipcios fueron seguidos hasta elaborar una escritura tanto silabica
como alfabetica. En Ugarit los textos estan realizados en una escritura alfabetica cuyos signos son cuneiformes, porque han sido trazados con un estilete triangular en la arcilla humeda, pero sin ninguna relacion con el sistema de escritura silabica de Mesopotamia.
Finalmente, el alfabeto fenicio quedo establecido en todo el entorno del Mediterraneo. El sistema alfabetico se caracterizaba por su comodidad: 22 signos sirvieron para anotar las consonantes. Fuera del mundo cananeo, el alfabeto fue muy pronto adoptado por otros pueblos orientales: arameos, israelitas o arabes, pero tambien por los riberenos del Mediterraneo: los griegos, que incluyeron las vocales, y fueron quienes lo transmitieron a los etruscos, latinos y, por tanto, a los actuales idiomas derivados
del latin.

_______________________________________

Lesen Sie hierzu, umfassend und uebersichtlich dargestellt :

DIE GESCHICHTE VON ATLANTIS, der vergessene Ursprung unserer Kultur
von Karl Juergen Hepke
TRIGA - DER VERLAG, 2.Aufl. 2008, Hardcover, 268 Seiten, Eur 22,00 , ISBN 978-3-89774-539-1

zurueck