Sitten und "Unsitten" in den ersten Kulturstaaten

 

Die von den "Goettern" erhaltenen Regeln fuer das Verhaeltnis der Menschen untereinander und zu den Goettern, wurden, je laenger die Zeit der Uebergabe der Regeln zuruecklag und je mehr strittige Faelle auftraten, von der Priesterschaft zunehmend in manchmal recht menschlichem Sinn interpretiert. Dabei spielten aus der Evolution des Menschen auf der Erde herruehrende Gesichtspunkte wie Machtinteressen, Gewinnsucht aber auch menschliche Begierden zum Beispiel erotischer Art eine oft bestimmende Rolle.

Die goettlichen Regeln hatte im Punkt der sexuellen Beziehungen der Menschen untereinander eine grosse Freizuegigkeit zugelassen, da dieses Gebiet nicht das Ihrige war und sie sich selbst nach der mythischen Ueberlieferung der alten Kulturstaaten bis hin zu Griechenland und Rom bei ihren menschlichen Inkarnationen in starkem Mass an dieser besonderen Qualitaet der Erde erfreuten. Es lag ihnen also absolut fern, auf diesem Gebiet irgendwelche Restriktionen zu erlassen. Im uebrigen waren sie an einer moeglichst schnellen Vermehrung der Menschheit interessiert, damit die Aufgaben, die auf der Erde bestanden, zunehmend von den Menschen ausgefuehrt werden konnten.

So ist auch das goettliche Gebot der Ishtar zu verstehen, das jede Frau verpflichtete, sich in ihrem Tempel zumindestens einmal in ihrem Leben, moeglichst aber oefters, als Opfer fuer Ishtar fremden Maennern hinzugeben. Dies Gebot sollte neben seinem die Menschen verbindendem Charakter auch verhindern, dass Frauen, aus welchen Gruenden auch immer, der Verpflichtung entzogen wurden durch Nachkommenschaft fuer die Weiterentwicklung und das Weiterbestehen der Menschheit zu sorgen. Dies war ein Punkt in dem sich goettliche Interessen und menschliche , auf der erdgebundenen Herkunft des Menschen beruhende Tendenzen trafen, und so wurde lange Zeit diesem goettlichen und auch menschlichem Wunsch mit grosser Selbstverstaendlichkeit und allseitiger Zufriedenheit entsprochen. Der Tempel der Ishtar war in allen Staedten einer der groessten , reichsten und meistbesuchten.

Dies war natuerlich auch im Sinne der Priesterschaft Ishtars, die anfaenglich nur aus Frauen bestand, erfreulich. Offenbar gelang es aber den Maennern, zumindestens in einigen Staedten Phoeniziens, auch einen Teil der Priesterschaft zu stellen, und damit begannen die Probleme, die in den Augen Aussenstehender die ganze Regelung in Frage stellten, weil sie nach ihrer Meinung die Frauenwuerde verletzten. So ist aus der Bibel eine intensive Polemik gegen die Sitten Kanaans bekannt und auch die Verhaeltnisse in Babylon, das als Hure bezeichnet wird, werden immer wieder scharf verurteilt. Es lag also auch nahe, den Untergang von Atlantis oder Tharsis auf die Strafe Gottes fuer das in den Augen der strengen Lehrer der Hebraeer ausschweifende sexuelle Leben in den Staedten des atlantischen Reiches zurueckzufuehren.

Dem aufgeklaerten Menschen von heute sind diese Sitten allerdings nicht mehr ganz so fremd wie sie es den orthodoxen Juden oder den puritanischen Christen waren. Es gibt sogar in der modernen Bibelkritik Ansaetze, diese Behauptungen heute als reine Abgrenzungspolemik zu verstehen.

 
Doch zurueck zu den Sitten: Es wird zum Beispiel aus Ugarit, einer der reichsten Handelsstaedte der phoenizischen Kueste folgendes berichtet (19) :

"In den Tempeln der Astarte, wie bei den Phoeniziern die Ishtar genannt wird, geben sich die Frauen und darunter auch die schoensten Maedchen Ugarits gern jedem Fremden hin und pflegen mit ihm der Liebe. Das Geld , was sie dafuer erhalten, geht als Opfer an die Goettin, und die Priester erwerben damit die kostbarsten Gueter. Aber nicht alle Dienerinnen Astartes wohnen dort aus freien Stuecken. Oft kaufen Priester auf dem Sklavenmarkt Maedchen aus fernen Laendern ein, die sie dann anfaenglich oft zwingen muessen, im Tempel Liebesdienste zu leisten. Dabei sind auch manchmal stolze Toechter reicher Herren, deren Schiff untergegangen ist und die hilflos und allein an Land gespuelt wurden. Manchmal sind es auch Toechter von Fuersten oder Koenigen, die auf einem Kriegszug ueberwaeltigt und als willkommene Beute mit weggeschleppt wurden. Denn diese begehrten Maedchen erzielen auf den Sklavenmaerkten die hoechsten Preise, da sie gern auch von reichen Herren gekauft werden, um ihnen und den ihrigen im Hause Freude zu bereiten.

Aber auch in den Privathaeusern der reichen Kaufleute herrschte ein sehr freizuegiges Sexualleben. Die folgende Geschichte eines Maedchens aus Ugarit wirft auch ein bezeichnendes Licht auf die in wohlhabenden Kreisen üblichen sexuellen Gepflogenheiten.

Das Maedchen berichtet : "Als ich vierzehn geworden war, kam mein Vater eines Nachts zu mir und unterwarf mich seiner Maennlichkeit. Als ich das meiner Mutter klagte, gab sie mich an einen Sklavenhaedler, der mich an einen Kaufmann aus Tyrus verkaufte. Bei ihm lernte ich, wie man den Maennern Lust bereitet. Als ich mich anfangs wehrte, nahm er mir die Kleider fort, fesselte meine Haende auf den Ruecken und legte um meinen Hals eine silberne Kette, damit ich nicht entfliehen konnte. Wenn er mit seinen Freunden beim Gelage weilte, mußte ich nackt an seinem Tische knien. Bald siegte der Hunger über meinen Stolz, und ich nahm Bissen, die er in seinen Schoss fallen ließ, mit meinem Mund auf. Ich verzichtete darauf, ihm Widerstand zu leisten und versuchte, ihm im Gegenteil Freude zu bereiten. Er liess mich dann nie wieder hungern."(19)

"Der Kaufmann hatte, wie es bei den Phoeniziern Sitte ist, mehrere Frauen. Sie wollten meine Jugend ebenfalls geniessen und baten ihn, mich ihnen auszuleihen. Sie liebten es, die letzten Winkel und Hoehlungen meines Leibes zu erforschen, und lehrten mich die Frauenliebe. Am meisten liebten sie es, dort von mir liebkost zu werden, wo sie ihr Mann kurz zuvor verlassen hatte. Es brachte sie in Hitze und sie lobten unter Seufzern meine Geschicklichkeit.

Nach drei Monaten hatte ich soviel Zuneigung meines Herrn gewonnen, daß ich es wagte, ihn um ein Kleid zu bitten. Er lachte, und liess einen Schneider kommen. Der Meister mass mir ein Gewand aus duenner weisser Seide an, das mich vom Hals bis zum Fuß bedecken konnte. Doch als es fertig war und ich es freudig ueberstreifte, stellt ich fest, daß drei kreisrunde Loecher in den Stoff geschnitten waren - zwei dort ,wo sich mein Busen hob und eins wo sich der flaumbedeckte Huegel meines Schosses befand. Das hatte sich mein Herr vom Schneider gewuenscht, damit ich ihm auch jederzeit zugaenglich sei."(19)

"Mein Herr pflegte mich nur zu nehmen , wenn wir zu zweit waren. Seine drei Soehne jedoch, die nur wenig juenger waren als ich, liebten es, zu gleicher Zeit sich an mir zu vergnuegen, wobei ein jeder eine andere Oeffnung meines Leibes waehlte. Sie fuehrten mich auch oft ihren Freundinnen vor, blutjungen und bildhuebschen Maedchen aus den edlen Familien Phoeniziens. Auch sie erkundeten gern mit den Fingern die Heimlichkeiten meines Koerpers und gerieten dabei so in Hitze, daß sie ihre Gewaender hoben und sich von den drei Soehnen meines Herrn und auch von mir zufriedenstellen liessen. Eins dieser Maedchen, ein zierliches, schwarzhaariges Geschoepf von hoechstens dreizehn Jahren,band sich sogar kuenstliche Maennlichkeit aus einem Tempel der Astarte um ihre noch knabenhaften Lenden und draengte sich damit in mich, waehrend der juengste der drei Soehne meinen Mund besass."(19)

So waren alle Teile meines Koerpers, die fuer die Liebe geschaffen sind, oft im Besitz fremder Menschen, die sich an ihnen vergnuegten, ohne mich fragen zu muessen, und ich will nicht verhehlen, daß ich selber Lust dabei empfand, dem fremden Willen zu gehorchen. Denn es ist Schwaeche, was Frauen bereit macht, und sie unterwerfen sich gern, wenn sie es auch oft aus Scham nicht gestehen wollen."(19)

Doch diese Sitten waren nicht nur im Bereich der Laender der atlantischen Kultur ueblich. Auch die iranisch-indische Quellkultur, als deren Repraesentant die sumerische Kultur gelten kann, stand der atlantischen Kultur in dieser Hinsicht in nichts nach sondern uebertraf sie in gewisser Weise noch. Von der Insel Dilmun, die in den auf der sumerischen Kultur aufbauenden Kulturen Mesopotamiens noch lange als das Paradies ihrer fruehen Zeit galt, und die noch in der Zeit um 2100 v. bis 1700 v. Chr. ein durch Ausgrabungen bestaetigtes durch den Seehandel zwischen Ostarabien (Magan), Indien und Mesopotamien reichgewordenes Land war (12) , wurden sehr freizuegige und paradiesische Verhaeltnisse berichtet, die alle Freuden des Koerpers beinhalten sollten (19).

Als hoechster Gott wurde hier, wie anfaenglich auch in Sumer, Enki, der Gott der Wassertiefe und hilfsbereite Lehrer der Menschheit, verehrt und im Bewusstsein der goettlichen Hilfe genossen die Menschen ihr Leben hier mit allen nur erdenklichen Genuessen, die selbstverstaendlich auch den damals noch auf die Erde kommenden "Goettern" geboten wurden.

"Der Reichtum der Insel erlaubte es, die erlesensten Genuesse aus allen Laendern der Erde hierher kommen zu lassen. Der Wein kam zum Beispiel aus Aegypten und wurde aus der saphirblauen Rebe von Imit gewonnen und in großen Gefaessen aus Schiefer oder Granit von den schoensten Maedchen gekeltert. Den gewonnenen Wein verstaerkte man in Dilmun noch mit Nepenthes, Myrrhe oder sogar mit den Samen des Hanfs, sodass die berauschende Wirkung erheblich groesser wird. Den Hanfsamen genoß man auch in Zuckerwaren gebacken und erachtete ihn fuer die groesste Kostbarkeit . Er wurde Vermehrer des Vergnuegens, Erreger der Lust , Moertel der Freundschaft und Gelaechtererwecker genannt. Die hoechste Lust aber genoss man bei den Liebesmaedchen, die oft fuer große Summen Goldes aus den fernsten Laendern herbeigeschafft wurden, um die Vorzuege der Maedchen aller Rassen geniessen zu koennen.

In den Palaesten der Reichen, aber auch in oeffentlichen Haeuser gab es herrlich ausgestattete Liebesgemaecher, in denen die schoensten Frauen und Maedchen aller Laender ihre nackten Koerper in aufreizendster Form zur Schau stellten, um zum Liebesgenuss einzuladen. Selbst die aeltesten und abgeklaertesten Besucher ueberkam dort unmaessiges Verlangen und verfuehrte sie zu langdauerndem Liebesvergnuegen. Jeder Geschmack fand dort die Frau seiner sexuellen Wunschtraeume. (19)

Es gibt dunkelhaeutige, kraushaarige Maedchen mit Koerpern wie aus Ebenholz, schlanken Taillen , vollen Bruesten und einem runden, einladenden Hinterteil . Zierliche hellbraune Frauen aus Aegypten mit sorgfaeltig rasierter Scham , bei der nur ein schmaler Haarkranz die wie beim Obermund rotgefaerbten Lippen des Lustmundes umgibt und die gleichfalls rotgefaerbten langen Spitzen der kleinen Brueste einladend blitzen.

Dann gelbhaarige hochgewachsene Maedchen mit runden Hueften und hellen flaumbewachsenen Lusthuegel, wie sie in den Nordlaendern zu Hause sind. Gelbhaeutige Frauen aus dem Osten mit schraegstehenden Augen, sanften Schultern, pechschwarzen Haaren und glatten Schenkeln, die sich schlangengleich, aber warm und lebendig um den Liebhaber schlingen.

Rothaarige Sklavinnen aus Babylon und Phoenizien mit alabasterfarbener Haut und langen gefeilten und gefaerbten Naegeln, die sie dem sie liebenden Mann in den Ruecken druecken und manchem so hoechste Lust bereiten. Zierliche kindliche Maedchen aus den Gebirgen Badachstans mit huebschen kurzen Nasen und vollen, zum Kuessen einladenden empfindsamen Lippen oben und unten und langen bis zur Huefte reichenden schwarzen Haaren .

Aus den syrischen und aegyptischen Wuesten kommen stolze Beduinentoechter mit funkelnden, tiefschwarzen Augen und grossen weichen Bruesten. Aus dem Reich der Hethiter schlanke hellhaarige Maedchen mit blauen Augen, einem flaumigen Schoß und kleinen , festen , apfelfoermigen Bruesten mit rosafarbenen Spitzen.

Ueppige, vollbusige Maedchen aus Syrien mit vollen, sinnlichen Lippen wechseln ab mit schmalhueftigen bronzehaeutigen Zyprerinnen und rassigen , langhaarigen Frauen aus den Bergen Magans. "(19)

So versammeln sich hier die Schoenheiten und die Reize der Frauen aller Laender der Erde und warten darauf, in vollen Zuegen genossen zu werden. Da aber die Kraft des Mannes angesichts dieser Moeglichkeiten sich sehr bald erschoepft, kommen die wahrhaft luesternen auf die ausgefallensten Ideen, neue Reize in ihnen zu erzeugen.

Die besonders Reichen unter Ihnen lassen deshalb fuer viel Gold zwei oder drei Maedchen unterschiedlicher Art und Herkunft sich miteinander vergnuegen und sich gegenseitig zur hoechsten Lust erregen, indem sie sich wechselseitig an den empfindlichsten Stellen streicheln und kuessen und mit den Haenden, den Fuessen, den Nasen und den Zungen ineinander eindringen.

Ueberfaellt die Zuschauer dann neue Lust, so mischen sie sich unter die Maedchen und lassen sich in gleicher Weise mit Zungen, Lippen und Haenden an ihrer Maennlichkeit reizen , waehrend sie sich selbst mit Lippen und Zunge in den feuchten, duftenden Schoß eines der Maedchen versenken.

Andere Maenner wieder umwerben zur Abwechslung einmal huebsche Knaben und trinken an der noch jugendlich stroemenden Quelle, in der Meinung, damit auch ihre Kraft schnell und wirkungsvoll wiederherstellen zu koennen. "Sind sie jedoch des Spiels mit den Frauen und den Knaben muede, dann vergnuegen sie sich wohl auch einmal mit einer Eselin oder mit Enten, Gaensen und Huehnern indem sie ihre Maennlichkeit in das flaumige Hinterteil druecken.

Aber auch die vornehmsten Frauen von Dilmun sind zur Abwechslung gern bereit, sich einmal mit Tieren zu paaren, um neue Reize zu spueren. So verkehren sie gern und ohne jede Scham mit grossen Hunden und kraeftigen Boecken und als besonders ausgefallener Genuss gilt es, sich vor Lust stoehnend unter dem starken Glied eines Esels oder kraeftigen Hengstfohlens zu beugen."(19)

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Lesen Sie hierzu, umfassend und uebersichtlich dargestellt :

DIE GESCHICHTE VON ATLANTIS, der vergessene Ursprung unserer Kultur
von Karl Juergen Hepke
TRIGA - DER VERLAG, 2.Aufl. 2008, Hardcover, 268 Seiten, Eur 22,00 , ISBN 978-3-89774-539-1

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