Der Krieg der Sterne

 

 

 

In den USA hatte sich inzwischen das Interesse der UFOs auf die militaerischen Anlagen verlagert und besonders interessiert waren sie offenbar an waffentechnischen Neuentwicklungen. Das ist verstaendlich, denn sie wussten sicher, dass es immer wieder Versuche gegeben hatte, sie abzuschiessen. Dass die verwendeten Waffen nicht funktionierten , weil die komplizierte Steuerungselektronik infolge der starken elektrischen Felder, die die UFOS um sich verbreiteten ,versagte, musste ja kein Dauerzustand bleiben. So wurden schon 1973 in der Naehe des Redstone Testgelaendes bei Huntsville , Alabama, auf dem zu der Zeit ein neuer Laser-Panzer erprobt wurde, ein UFO und eine eigenartige sich roboterartig bewegende Gestalt gesichtet.

Doch auch die Basen der atomar bestueckten Interkontinentalraketen des "Strategischen Luftkommandos" (SAC) erhielten den "Besuch" von UFOs. Dies geschah zum ersten Mal schon im Herbst 1975 und betraf gleich mehrere Basen, so die Loring Luftwaffenbasis in Maine, die Wurtsmith Basis bei Oscoda, Michigan und die Malmstrom Basis bei Lewiston, Montana. In Malmstrom wurden die Zielcodes der hier stationierten modernen Minuteman Raketen so geaendert, sodass sie bei einem Angriff nicht haetten gestartet werden koennen. (15)

 
Am 20. Januar wurde dann Jimmy Carter als neuer Praesident der USA vereidigt. Er hatte, nachdem er selbst ein UFO- Erlebnis gehabt hatte, versprochen, alle Dokumente, die UFOs betrafen, der Oeffentlichkeit zugaenglich zu machen, und hielt sich auch weitgehend daran, indem er die " Freedom of Information Act" zum grossen Aerger der amerikanischen Geheimdienste durchsetzte. Nach ihr hatte jeder US-Buerger nun das Recht, Auskunft ueber geheimgehaltene Informationen zu verlangen und sie durfte nicht verweigert werden, es sei denn, "die nationale Sicherheit kaeme dadurch in Gefahr". Mit diesem neuen Buergerrecht hatte sich Carter alle Geheimdienste der USA zum Feind gemacht, die in der Folge alles taten, um ihn in der amerikanischen Oeffentlichkeit schlecht dastehen zu lassen.

Was Carter selbst aber nach seinem Amtsantritt mitgeteilt wurde, hatte ihn ueberzeugt , dass es Grenzen fuer die Veroeffentlichungen gab. Er erfuhr naemlich, dass die Grossmacht USA den UFOs, die sich mit Vorliebe ueber den Atomwaffenbasen aufhielten, ueberhaupt nichts entgegenzusetzen hatte. Man machte ihm klar, dass eine Panik ausbrechen koenne, wenn der amerikanischen Oeffentlichkeit bewusst wuerde, dass ihr "atomarer Schutzschild" durch UFO-Einwirkung zeitweise ausser Kraft gesetzt wuerde. Ausserdem sei man ja nicht sicher, dass die ausserirdische Macht, von der die UFOs kamen, sich auf die Dauer friedlich verhalten wuerde. Da Praesident Carter aber doch die bisher von den amerikanischen Behoerden praktizierte totale Vernebelungstaktik innerlich zuwider war, beschloss er ein Erziehungsprogramm. Die Bevoelkerung sollte schrittweise an die Wahrheit der UFOs herangefuehrt werden. Ein Millionenzuschuss wurde zu Spielbergs Film "Unheimliche Begegnungen der dritten Art" gewaehrt, der zeigen sollte , "dass wir nicht allein sind", wie es im Untertitel des Films so schoen heisst.

Rechtzeitig zur Wahl eines neuen Praesidenten im Jahr 1980 gab es dann wieder Meldungen von Landungen in den Hochsicherheitsbereichen der Atomwaffenarsenale der USA , und zwar gleich dreimal. Betroffen war diesmal die Kirtland Luftwaffenbasis in New Mexico, auf der auch unterirdische Atomwaffentests vorgenommen wurden. Von dem Wachpersonal wurden Lichterscheinungen beobachtet, die anfaenglich an einen Hubschrauber denken liessen. Da aber keine Flugbewegungen von Hubschraubern gemeldet wurden, wurde ein erneuter UFO - Einsatz angenommen. Anfang 1981 hatte Amerika dann einen neuen Praesidenten, der ein offeneres Ohr fuer Militaers und Geheimdienste hatte, die ihn davon ueberzeugten, dass es besser waere, Verteidigungswaffen gegen die UFOs zu entwickeln ,als zu dulden, dass sie sich in die Verteidigungsfaehigkeit und Politik der USA einmischten. Die "einleuchtende" Begruendung dafuer war, dass, "selbst wenn die Ausserirdischen in ihren eigenen Bereichen den wahren Frieden gefunden haetten , sie doch unseretwegen besorgt sein koennten und Massnahmen ergreifen wuerden, die sie fuer notwendig hielten um sich selbst zu schuetzen". Und das beinhaltete bei der Administration Reagan den Einsatz militaerischer Mittel.

Am 23. Maerz 1984 hielt Reagan dann seine historische Star-Wars-Rede und kuendigte den Aufbau eines Schutzschildes im Weltraum aus Raumkampfstationen und laserbewaffneten Satelliten an, die offiziell darauf programmiert werden sollten, fremde Atomraketen zu orten und zu zerstoeren, in Wirklichkeit aber die "hohe Grenze" gegen Eindringlinge von aussen schuetzen sollten, wie er den Russen immer wieder versicherte. In mindestens fuenf bedeutenden Reden betonte er immer wieder, dass die Differenzen auf der Erde klein waeren im Vergleich zu den Bedrohungen, die von anderen Planeten auf die Erde zukommen koennten und gegen die man doch gemeinsam als Buerger der Erde zusammenstehen muesste. Sein Nachfolger George Bush wurde von der Richtigkeit dieser Politik vollends ueberzeúgt, als bei Puerto Rico ein riesiges Dreiecks UFO zwei Abfangjaeger der US-Navy , die dreimal versuchten es zu stellen und schliesslich zu rammen , buchstaeblich "verschluckte". Kurz danach teilte sich das Dreiecks Ufo mit einer helleuchtenden aber geraeuschlosen Explosion, die eine Haelfte flog in Richtung Norden, die andere verschwand mit grosser Geschwindigkeit am Horizont.

Unter der Aera Bush ging dann auch der kalte Krieg mit Russland endgueltig zu Ende und auf dem Gipfel von Camp David gaben Bush und Boris Jelzin die Plaene zur "Schaffung eines globalen Verteidigungsschildes fuer die Weltgemeinschaft" bekannt. Er sollte auf der Basis der SDI Vorbereitungen der USA und der Nutzung von Hochtechnologiewaffen aus Russland aufgebaut werden. Man hatte einen gemeinsamen neuen "Gegner" ausgemacht. Vorher, am 3. April1991, hatte die New York Times bereits von Plaenen der Regierung zur Schaffung von nuklearen Riesenwaffen im Weltraum berichtet, die offiziell "Killerasteroiden" zerstoeren sollen, die in Abstaenden von Tausenden von Jahren die Erde immer wieder heimsuchten und zum Beispiel zum Aussterben der Dinosaurier beigetragen haetten. Offenbar versuchten die beiden selbsternannten "Weltsherifs", die Ruestungsindustrien beider Voelker auf ein neues Ziel zu lenken.

Die ersten Erfolge der neuentwickelten Techniken liessen nicht lange auf sich warten und erfuellten die Initiatoren sicher mit Freude und Genugtuung. Zwischen 1989 und 1992 wurden naemlich drei UFOs abgeschossen. Davon je eins in den Jahren 1989 und 1992 von den supergeheimen Brookhaven Laboratorien auf Long Island bei New York und eins 1989 ueber Suedafrika. Benutzt wurde in allen Faellen SDI Technologie und zwar im Fall Suedafrika eine flugzeuginstallierte Thor2 Laserkanone. Brookhaven benutzte moeglicherweise die gleiche aber festinstallierte Technik. In allen Faellen wurden die Wracks mit den toten oder noch lebenden Humanoiden vom Typ 1,20 m gross , grosser Schaedel, gruenlich-blaue Haut , auf die Wright Patterson Luftwaffenbasis in den USA gebracht. Als Erkennungszeichen trug das Suedafrika UFO auf der Seite einen himmelwaerts gerichteten Pfeil, umgeben von einem Halbkreis und drei Punkten. Die Routine der US-Bergungstruppe und ihre Entzifferung der an Bord gefundenen "Hieroglyphen" zeigte den Suedafrikanern, dass es nicht das erste UFO war, das die Amerikaner zu Gesicht bekamen.

Inzwischen ist einige Zeit vergangen. In der Aera Clinton gab es keine neuen Aktivitaeten gegen das Wirken der UFOs auf der Erde. Offiziell sah man sie wohl als ungefaehrlich an. Seit aber der Sohn von George Bush auf etwas abenteuerliche Weise Praesident der Vereinigten Staaten geworden ist, und sich anscheinend zunehmend als Hardliner und Reagan Nachfolger profilieren will, wird offenbar auch die Idee des "Krieges der Sterne" wieder aufgegriffen. So verkuendete im Dezember 2002 George W. Bush die sofortige Einrichtung eines "Abwehrschirms gegen den Angriff durch aus grosser Hoehe kommende Interkontinentalraketen". Diese Raketen koennten von "Terroristen oder Schurkenstaaten" auf die USA abgefeuert sein. Der Abwehrschirm besteht in der ersten Ausbaustufe aus zehn Abwehrraketen, die in der Lage sind , hochfliegende Objekte rechtzeitig abzufangen.

Die Weltoeffentlichkeit und selbst die Russen , die frueher sehr sensibel auf diesem Gebiet waren, reagierten kaum auf diese Nachricht. Ausser George W. Bush konnte sich wohl niemand derartige Raketen vorstellen und man betrachtete die Aktion als einen neuen Aspekt des amerikanischen Ruestungswahns. Doch die Stationierung der neuen Raketen in Alaska scheint in Wirklichkeit in andere Richtung als die von irdischen "Schurken" zu zielen.

Durch lange Beobachtungen ist naemlich bekannt, dass UFOs sehr haeufig aus noerdlicher Richtung kommen und auch dorthin verschwinden. Anscheinend benutzen sie den Umstand, dass an den Polen das Magnetfeld der Erde, das einen natuerlichen Schutzschild gegen Einwirkungen aus dem Weltraum darstellt, nicht aktiv ist, um hier aus dem Weltraum in den Erdraum einzudringen. Wenn man sie abwehren will, muss man also moeglichst weit im Norden oder auch Sueden die Abwehrsysteme installieren. Das noerdlichste Territorium in USA-Besitz ist Alaska. Der "Krieg der Sterne" scheint damit in eine neue Phase einzutreten.

Da die Bush Administration offenbar plant, aus egoistischen Interessen einen Krieg gegen den Irak zu beginnen und dabei bewusst die Gefahr eines Weltkrieges in Kauf nimmt, in dem sie nach eigenen Angaben auch bereit ist Atomwaffen einzusetzen, will man sich offenbar auch gegen moegliche Strafmassnahmen aus dem Universum "absichern". Ob das allerdings mit einem Abwehrraketensystem moeglich ist, das noch in den Kinderschuhen steckt und bisher nur ein einziges Mal erfolgreich erprobt wurde, bleibt eine noch offene Frage. Moeglicherweise haben die Ruestungsstrategen der USA-Administration dem bekennenden Texaner George W. Bush da etwas zuviel versprochen.

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