Die "Insel" von Atlantis 2

 
Version April 2011

von Karl Juergen Hepke

 
In der Ebene des Guadalete zwischen dem heutigen Puerto de Santa Maria und dem Huegel der "Dona Blanca" ,auf dem die Reste einer befestigten Stadt aus der Zeit zwischen 900 und ca. 200 v. Chr. ausgegraben wurden, koennten sich moeglicherweise die Reste der von Platon beschriebenen Stadt "Atlantis" befinden.
Gelaendeuntersuchungen haben ergeben, dass zur Zeit der Stadtgruendung der Hauptfluss der andalusischen Ebene, der heute Gualdaquivir heisst, sich in zwei Armen in den Atlantik ergoss. Der eine Arm hatte seine Muendung bei der heutigen Stadt Rota, der andere Arm floss oestlich an der heutigen Stadt Jerez de la Frontera vorbei und ergoss sich dann in die Ebene des Guadalete, in dessen heutigen Verlauf er die Stadt Atlantis umfloss, bevor er beim heutigen Puerto de Santa Maria ins Meer floss. Die folgende Karte zeigt die wahrscheinlichen damaligen Verhaeltnisse und ebenfalls die von Platon beschriebenen Kanaele durch die Ebene, die zum grossen Teil , zumindest in Trassen, noch heute vorhanden sind.

Der folgende Kartenausschnitt zeigt das Gelaende bei Puerto de Santa Maria im heutigen Zustand und die Lage der Stadt Atlantis-Tharsis darin.

Der dann folgende Ausschnitt aus der Satellitenaufnahme von "Google-Earth" zeigt in dem in Frage kommenden Bereich deutliche unter der Oberfläche liegende kreisfoermige Strukturen , die moeglicherweise auf dort verborgene Reste der verschuetteten Stadt zurueckzufuehren sind.

Das Zentrum der Stadt haette danach an einem Ort gelegen, der heute die Siedlung "Dona Blanca" traegt, also offenbar festen, moeglicherweise felsigen, Untergrund bietet.
Die weiteren Bilder zeigen die Lage der Stadt in der Ebene am Ende des durch die Flut erreichten Flussgebiets und mit ihrem oberen, noerdlichen Rand an den felsigen Huegelbereich anstossend. Der breite Stichkanal zum Meer, der die Flut und damit die Schiffe bis ans Stadtgebiet heranfuehrte ist noch heute als Senke deutlich zu erkennen. Die Anfang 2010 fuer dieses Gebiet verfuegbare verbesserte Qualitaet von Google-Earth und Google-Chrome ermoeglicht weitere interessante Feststellungen.

Der noerdliche Rand des aeusseren Kreiskanals ist noch heute in schmalerer Form ueber weite Strecken vorhanden.

Die weiterfuehrende Kreisform in westlicher Richtung zeichnet sich in kreisfoermigen Vegetationsmustern auf mehreren Feldern deutlich ab.

NEW Filmspot 5: Kreisfoermige Strukturen

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Das folgende Bild zeigt die Lage der Stadt im Gelaende mit den interessant werdenden suedlichen Randgebieten.


Da durch die Zerstoerung der Stadt die kreisfoermigen Kanaele verschuettet wurden, musste sich der Fluss Guadalete einen neuen Weg suchen. Er fuehrte schliesslich, wahrscheinlich mit menschlicher Hilfe, suedlich an der Stadtmauer vorbei. Dabei legte er eine Reihe von Gebaeuderesten der unter ein bis zwei Meter Schwemmschicht liegenden alten Stadtstruktur frei. Gefoerdert wurde diese Freilegung durch die in Folge von Ebbe und Flut hin und hergehenden Wassermengen. Die folgenden Bilder zeigen freigelegte Gebaeudereste wie Mauern und Befestigungsanlagen an der dem Meer zugewandten suedlichen Stadtgrenze. Die heute jenseits des Flusses liegenden alten Salzgewinnungsanlagen wurden durch den neuen Lauf des Flusses von der Stadt getrennt. Durch den Fluss unterbrochene Mauerverlaeufe weisen darauf hin.
In der Atlantis-Tharsiszeit stellten wahrscheinlich der suedlich mittig ansetzende Stichkanal und der westlich verlaufende Flusslauf mit seiner durch die Katastrophe verschuetteten Fortfuehrung durch das heutige und auch damalige Gewerbegebiet die Verbindung zum Meer her. Dazwischen befand sich sich der heute als "Isleta" also "Insel" bezeichnete Stadtteil als geschuetzter Zugang von der Stadt zum Meer und weiteres Gewerbegebiet, wie auch bei Platon beschrieben.

Nach der voelligen Zerstoerung und Versinken der Stadt in der Ebene durch Erdbeben und eine Flutwelle wurde die Neugruendung unter dem Namen "Tartessos" in sicherer Lage auf dem Huegel vor dem Berg um 900 v Chr.vorgenommen. Zwei die Stadt auf der Meerseite umgreifende Wasserarme bildeten nun den neuen Hafen, den Homer in der Odyssee erwaehnt. Diese Stadt wurde nach Ausgrabungsbefunden mehrfach vergroessert und umgebaut und nach der Eroberung durch die Roemer im zweiten punischen Krieg aufgegeben. Wahrscheinlich verhinderten die Roemer den Wiederaufbau fuer die 400 Jahre ihrer Herrschaft in Iberien.

Aus den Groessenverhältnissen beider Staedte ist deutlich die verschwindend geringe Bedeutung von"Tartessos" zu "Tharsis-Atlantis" zu erkennen. Fuer die damalige Zeit stellte Tharsis-Atlantis damit eine echte Metropole dar, wie sie auch von den Aegyptern beschrieben wurde.

Die vermutete Lage der Stadt Atlantis (Tharsis) ist zur Zeit noch durch theoretische Ueberlegungen auf Grund von Karten und bisherigen Erkenntnissen vor Ort begruendet und muss durch Gelaendeuntersuchungen noch weiter bestaetigt werden.

 

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Lesen Sie hierzu, umfassend und uebersichtlich dargestellt :

DIE GESCHICHTE VON ATLANTIS, der vergessene Ursprung unserer Kultur
von Karl Juergen Hepke
TRIGA-DER VERLAG, 2.Aufl. 2008, Hardcover, 268 Seiten, Eur 22,00 , ISBN 978-3-89774-539-1

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