Die "Insel" von Atlantis

aeltere Version

von Karl Juergen Hepke

In der Ebene des Guadalquivir zwischen dem heutigen Puerto de Santa Maria und dem Huegel der "Dona Blanca" ,auf dem die Reste einer befestigten Stadt aus der Zeit zwischen 900 und ca. 200 v. Chr. ausgegraben wurden, koennten sich moeglicherweise die Reste der von Platon beschriebenen Stadt "Atlantis" befinden.
Die folgende Karte1 zeigt das Gelaende im heutigen Zustand und diedarin vermutete Lage der Stadt.

Danach koennten die von Platon beschriebenen "von Poseidon geschaffenen" 3 Wasserringe um die "Insel Kleitos" durch Maeander des Flusses Guadalete im Zusammenwirken mit der zurueckstauenden Wirkung der Meeresgezeiten entstanden sein.
Bild 2
Durch Durchstechen der hoeherliegenden Bereiche der Landzunge, deren Hoehe in der Karte mit 4m angegeben wird, konnten aus den Flussmaeandern durch Menschenwerk vollstaendige Ringe entstehen. Es bot sich dabei an, einen Teil des Durchstichs nur als Tunnel auszufuehren, wodurch sich, wie bei Platon angegeben, die Zugaenge zum "Land" ergaben. Zur "Koenigsburg", fuer die sich eine ideale Lage auf dem hinter der Ebene liegenden Bergsporn der heutigen "Sierra St. Christobal" ergab, fuehrte gemaess Platon ein weiterer Ueberweg. Durch diese Uebergaenge erhielt die Stadt eine Brueckenfunktion am Unterlauf des Guadalete, was ihre strategische Bedeutung wesentlich verstaerkte.
Bild 3
Sie entwickelte sich im Laufe der Zeit zu der von Platon beschriebene Groesse.
Bild 4

Nach der voelligen Zerstoerung und Versinken der Stadt in der Ebene durch Erdbeben und eine Flutwelle wurde die Neugruendung unter dem Namen "Tartessos" in sicherer Lage auf dem Huegel der Dona Blanca um 900 v Chr.vorgenommen. Zwei die Stadt auf der Meerseite umgreifende Wasserarme bildeten nun den neuen Hafen, den Homer in der Odyssee erwaehnt. Diese Stadt wurde nach Ausgrabungsbefunden mehrfach vergroessert und umgebaut und nach der Eroberung durch die Roemer im zweiten punischen Krieg aufgegeben. Wahrscheinlich verhinderten die Roemer den Wiederaufbau fuer die 400 Jahre ihrer Herrschaft in Iberien.
Bild 5

Die vermutete Lage der Stadt Atlantis (Tharsis) ist zur Zeit (Stand 2006) noch durch rein theoretische Ueberlegungen auf Grund von Karten und bisherigen Erkenntnissen begruendet und muss durch Gelaendeuntersuchungen noch bestaetigt werden.

Siehe hierzu auch die neue Version: Die Insel von Atlantis 2 (Stand 2010)

 

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Lesen Sie hierzu, umfassend und uebersichtlich dargestellt :

DIE GESCHICHTE VON ATLANTIS, der vergessene Ursprung unserer Kultur
von Karl Juergen Hepke
TRIGA-DER VERLAG, 2.Aufl. 2008, Hardcover, 268 Seiten, Eur 22,00 , ISBN 978-3-89774-539-1

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