Der Mensch in der Geschichte (18)

von Karl Juergen Hepke

 
Auf Grund der Wiedergeburt der Seele in einem neuen Koerper auf der Erde spielt die gleiche Seele, oder wenn man so will, der gleiche Mensch in bestimmten Zeitabstaenden wieder eine Rolle auf der Erde. Diese Zeitabstaende koennen sehr gross sein, wie bereits bei der Behandlung der Wiedergeburt erwaehnt wurde, sie koennen aber auch so kurz sein , dass schon kurz nach dem koerperlichen Tod die Wiedergeburt stattfindet. Diese schnelle Wiedergeburt findet vor allem dann statt, wenn die Seele als sehr wichtig fuer die Weiterentwicklung der Menschheit angesehen wird, oder wenn ein nicht vorgesehener gewaltsamer koerperlicher Tod dem Wirken einer Seele auf der Erde vorzeitig ein Ende bereitet hat.

Da aber auch diese schnelle Wiedergeburt in besonders wichtigen Faellen nicht ausreichen wuerde, die Aufgaben, die keinen laengeren Zeitaufschub vertragen, weiterzufuehren, gibt es darueber hinaus offenbar noch die Moeglichkeit, dass die Seele, die ihren Koerper durch Gewalteinwirkung verloren hat, in einen anderen bereits vorhandenen Koerper uebergeht, von ihm Besitz ergreift und in ihm in der vorherigen Form und ohne Verlust von Wissen, Faehigkeiten und Erfahrungen weiterwirkt. Die Seele , die vorher in diesem Koerper zu Hause war, wird dabei verdraengt und kehrt zurueck, um in einem anderen Menschen kurz darauf wiedergeboren zu werden. Es entsteht ihr also durch diese Verdraengung kein Schaden.

Der Koerper, der das "Ersatzgefaess" fuer die heimatlos gewordene Seele des vorzeitig aus dem Leben Gerissenen bildet, kann dabei aus der eigenen Familie kommen, wobei, wie im Kapitel ueber die Wiedergeburt bereits behandelt, das Umfeld fuer die Seele erhalten bleibt und ihre Arbeit wesentlich erleichtert wird. Dies ist in der Praxis immer wieder zu beobachten, wenn zum Beispiel der vorher ziemlich unbedeutende Bruder die Aufgaben des Getoeteten uebernimmt und voellig in seinem Sinne weiterfuehrt oder der Sohn nach dem Tode des Vaters in dessen Rolle sehr schnell hineinwaechst und seine Stelle einnimmt. Die Bibel selbst beschreibt einen solchen Uebergang der Faehigkeiten des Lehrers auf den Schueler im Falle des "Entrueckten" Elia, der vorzeitig von den "Ausserirdischen" von der Erde genommen wurde und seines Schuelers Elisa, der auf der Erde weiter mit den Faehigkeiten des Entrueckten wirkt. ( 2. Koenige 2, 8-25 ).

In der Tradition des alten Wissens fand die Kenntnis von diesen Vorgaengen darin ihren Niederschlag, dass der Bruder die Frau und die Familie des Getoeteten mit uebernehmen musste oder alle Aufgaben dem aeltesten Sohn uebertragen wurden, der dann oft auch die Rolle des getoeteten Gatten in der Familie uebernahm. Ein Beispiel aus der heutigen Zeit koennte die Ermordung des US-Praesidenten Kennedy sein, dessen modernes Konzept der Gestaltung der USA vielen konservativen Kraeften ein Dorn im Auge war, da es ihre Machtstellung gefaehrdete. Da auch hier der Bruder ohne Frage die Arbeit des Ermordeten weitergefuehrt haette, wurde auch er ermordet. Jetzt sieht es so aus, als wenn Praesident Clinton, der sich selbst als Nachfolger und Vollstrecker Kennedys fuehlt, seitdem er ihm einmal die Hand gedrueckt hat, tatsaechlich, aber mit viel mehr Geschick und Augenmass, um nicht aehnliche Widerstaende hervorzurufen, die Aufgaben Kennedys weiterfuehren wird. Es ist dabei durchaus denkbar, dass die Seele Kennedys in dem vorher relativ unbedeutenden Rechtsanwalt und Gouverneur weiterwirkt.

Ein anderes spektakulaeres Beispiel fuer die Wiedergeburt von Menschen, welche die Welt veraenderten, koennte die Wiedergeburt der grossen Feldherren und kurzfristigen Schoepfer eines grossen Reiches , Alexander der Grosse, Napoleon Bonaparte und Adolf Hitler sein. Alle drei sind mit aehnlichen Ideen angetreten. In ihren Koepfen spukte die Idee von der Wiederherstellung des alten atlantischen Reiches, was sich besonders in den Eroberungszielen Aegypten, Persien und Indien ausdrueckte. Alle drei verwendeten Standarten und Feldzeichen, wie sie im alten atlantischen Reich zuerst ueblich waren. Hitlers Vorstellungen beruhten, wie auch das seines extremen Unterfuehrers Himmler, auf altem "germanischen" Gedankengut, das aber nichts anderes war, als die noerdliche Komponente des atlantischen Gedankenguts. Das unbewusste Wissen darueber war mit Sicherheit vorhanden, denn das faschistische Spanien wurde immer als befreundetes Land behandelt und nach Kraeften unterstuetzt , waehrend das ebenfalls faschistische Italien Mussolinis, das sogar Kriegsverbuendeter war, immer mit Misstrauen betrachtet wurde.

Allen dreien war aber auch gemeinsam, dass sie zwar die Welt nachhaltig veraenderten, aber ihre persoenlichen Ziele nie erreichten und ungluecklich starben. Alexander wurde der Weg nach Indien, das offen vor ihm lag, durch Eingriffe der Ausserirdischen verwehrt und er starb kurz nach der Rueckkehr von diesem Feldzug an einem Fieber. Napoleon scheiterte an den Weiten und den missachteten klimatischen Bedingungen Russlands und starb einsam in der Verbannung auf St. Helena. Und nicht besser erging es Hitler, der sich verbissen an das russische Stalingrad klammerte, das er als Schluesselstadt zum Zugang nach Indien sah und dabei die beste seiner Armeen opferte, was auch fuer ihn der Anfang vom Ende war. Er endete durch Selbstmord im Bunker seiner zerbombten, zerschossenen und von den Gegnern eroberten "Reichshauptstadt" Berlin.

Interessant ist dabei noch , zu wissen, dass Napoleon und Hitler ein aehnliches Horoskop hatten und sich auch dementsprechend aehnlich ihrer Umwelt gegenueber verhielten. Alle drei empfanden sich dabei in einer Art Groessenwahn als "den groessten Feldherrn aller Zeiten". Diese Beispiele liessen sich sicher noch beliebig fortsetzen, was aber nicht der Sinn und das Ziel dieses Kapitels ist, das nur einige Beispiele fuer spektakulaere wahrscheinliche Wiedergeburten geben soll.

zurueck