Der Mensch als Mann und Frau (18)

von Karl Juergen Hepke

Bekanntermassen existiert der Mensch in zwei Ausfuehrungen, naemlich als Mann und Frau. Dies ist nach den bisher vorliegenden Kenntnissen eine Erscheinung, die wahrscheinlich urspruenglich nur fuer die Erde typisch ist. Soweit man bisher weiss, herrschen auf anderen bisher bekanntgewordenen Planeten androgyne, geschlechtslose Wesen vor , die auch ein weit hoeheres Alter erreichen, sodass die Fortpflanzung nicht die wichtige Rolle zur Erhaltung der Art spielt, wie auf der schnelllebigen Erde. Die bei den "Goettern" der alten Geschichte und bei den "Ausserirdischen der Art 2" beobachtete Geschlechtlichkeit koennte dabei eine gezielte Anpassung an die Verhaeltnisse auf der Erde sein um in die Entwicklung auf ihr besser eingreifen zu koennen.

Auf der Erde bringen sich die Menschen zusaetzlich auch noch auf Grund ihrer Herkunft aus dem Tierreich gegenseitig in groesserem oder kleineren Mass vorzeitig um und sind darueberhinaus immer wieder gewaltigen Naturkatastrophen ausgesetzt, sodass ueber Jahrtausende ein reichlicher Bedarf an neuem Leben bestand. Dieser Bedarf konnte, fuer das Leben auf der Erde, und damit nicht nur fuer den Menschen sondern auch fuer den ueberwiegenden Teil der Tier- und Pflanzenwelt, typisch, am besten durch zwei sich in ihren spezifischen Eigenschaften ergaenzende Koerper erzeugt werden. Der weibliche Koerper als Entwicklungsstaette des neuen Lebens, bis es als Wesen vollstaendig ausentwickelt ist. Darueberhinaus aber auch als Zuflucht und Nahrungsspender fuer das Neugeborene bis es sich in der Umwelt zurechtfindet.

Der maennliche Koerper als Samenspender mit dem Verlangen, seinen Samen moeglichst weit zu verbreiten, wobei der Ueberlegene sich durchsetzt und damit eine Verbesserung der Qualitaet des Nachwuchses erreicht wird. Darueberhinaus aber auch mit dem eingegebenem Beduerfnis , den Schutz und die Ernaehrung von Mutter und Kind sicherzustellen .

Aus Rueckfuehrungen ist bewiesen , dass die Seele bei ihrer Wiedergeburt sowohl in einem maennlichen wie in einem weiblichen Koerper wiedergeboren werden kann. Moeglicherweise ist es zur Erfuellung des persoenlichen Karmas notwendig, sowohl in der Rolle als Mann wie auch in der einer Frau die gestellten Aufgaben zu erfuellen und entsprechende Erfahrungsfortschritte zu machen. Die in fortgeschrittenen Kulturen haeufig bei den Vertretern ihrer geistigen und kuenstlerischen Spitze zu beobachtende Neigung zur Homosexualitaet ist wahrscheinlich auf den Umstand zurueckzufuehren, dass eine Seele, die ein oder auch mehrere Leben als Mann gefuehrt hat , sich in einem neuen Leben, in dem sie in dem Koerper einer Frau wiedergeboren wird, sich oft nur schwer in dieser Rolle zurechtfindet und zumindestens anfaenglich dazu neigt, in einer lesbischen Beziehung die bestimmende Maennerrolle zu uebernehmen.

Entsprechendes gilt fuer die maennliche Homosexualitaet und fuer die sogenannten Transvestiten. Hier werden Frauenseelen in einem maennlichen Koerper wiedergeboren in dem sie sich ueberhaupt nicht wohlfuehlen und dazu neigen, in einer Beziehung mit einem Mann die Frauenrolle zu uebernehmen. Die Transvestiten ahmen darueberhinaus auch noch in Kleidung und koerperlichen Verhalten eine Frau nach, weil sie ihre Rolle als Mann, die ihnen ihr Koerper vorgibt, seelisch nicht akzeptieren koennen. Damit werden sie aber eindeutig ihrer karmatischen Aufgabe, als Mann zu leben, nicht gerecht.

 
Auch dieses zeigt, dass die Unterschiede zwischen Frau und Mann nicht in der Seele liegen, wie gerne behauptet wird,- nicht zuletzt um die Frau in eine schwache Rolle zu draengen - sondern in erster Linie in der Koerperlichkeit und den damit verbundenen unbewussten Steuerungssystemen . Werden diese koerperlichen Signale bewusst durch die Seele und den Geist unterdrueckt, so ist die Frau durchaus in der Lage, hervorragende Leistungen in einer sogenannten "gleichberechtigten" Maennerrolle zu erbringen. Dies kann unter Umstaenden sogar ihre karmatische Aufgabe sein, da eine Frau, wenn sie die ihr von der Natur verliehenen Qualitaeten bewusst einsetzt, oft weit mehr als ein Mann bei der Verfolgung bestimmter Ziele erreichen kann.

Sie entspricht aber im Normalfall nicht der von der Koerperlichkeit dominierten weiblichen Natur und die von sogenannten "Emanzen" propagierten Thesen, dass die Frau generell dem Mann in allen Faehigkeiten gleichwertig wenn nicht sogar ueberlegen ist, beruecksichtigen nicht diese Dominanz der Koerperlichkeit. Die Frauen werden durch derartige Lehren und bei dem Bestreben, ihnen zu entsprechen, in einen Dauerstress versetzt, der ihre Gesundheit ruiniert, ihren Partner vertreibt und sie letztendlich ungluecklich macht. Denn auch hier laesst die Natur oder die vom Schoepfergott eingesetzte und gewollte Ordnung sich nicht ungestraft vergewaltigen.
Eng verbunden mit der koerperlichen Ausfuehrung des Menschen als Mann und Frau ist die zwischen beiden bestehende Sexualitaet. Sie ist das Mittel, das auf die zwei verschiedenen Koerper immer wieder den Druck ausuebt, nicht nur das eigene Leben zu leben, sondern in der koerperlichen Vereinigung immer wieder neues Leben zu schaffen. Das Bestehen und Weiterleben der Menschheit ueber die Kurzlebigkeit des einzelnen Menschenlebens hinaus, wird so gewaehrleistet. Dieser Zwang zur sexuellen Begegnung mit einem anderen Koerper, aber auch mit einer anderen Seele, schafft natuerlich fuer den einzelnen Menschen Probleme. Er kann nicht nur sein Leben nach seinen eigenen Wuenschen und Vorstellungen fuehren, sondern er muss sich irgendwie, wenn auch vielleicht nur fuer eine kurze Zeit, mit einem anderen Menschen auseinandersetzen und sich mit ihm arrangieren um zu der, von seinem Koerper geforderten sexuellen Begegnung und Vereinigung zu gelangen.

Doch jetzt beginnen bereits die Unterschiede. Waehrend fuer den Mann die von der Natur gegebene Zielsetzung mit der Deponierung seines Samens im Koerper einer Frau erfuellt ist, bestehen bei der Frau darueber hinausgehende, von der Natur vorgegebene Wuensche. Da die Natur davon ausgeht, dass die sexuelle Vereinigung auch zur Empfaengnis fuehrt, erwachen in der Frau, deren Koerper die Vereinigung naturgesteuert auch gewollt hat, wenn ihre Seele sich vielleicht auch noch dagegen wehrte, hormongesteuert sofort zaertliche Gefuehle fuer den Partner und muetterliche Gefuehle fuer das empfangene Leben. Diese Gefuehle fuehren dazu, dass sie mit aller Kraft ihrer Seele versucht, in dem Sexualpartner auch einen Partner fuer zumindestens den Abschnitt ihres Lebens zu finden, der durch das empfangene Kind bestimmt wird. Einfach gesagt, sie versucht dem Kind einen Vater zu geben, der fuer das Kind, bis es erwachsen ist und auch fuer die Mutter soweit es erforderlich ist, fuer diese Zeit sorgt. Das heisst, der sie beschuetzt und zur Gewinnung des Lebensnotwendigen beitraegt.

Dieses beides sind die Naturgesetze oder auch goettlichen Gesetze, welch die Vereinigung von Mann und Frau bestimmen. In einfach organisierten Gesellschaften ist dies klar zu sehen und diese Gesellschaften leben nach diesen goettlichen Gesetzen durchweg ohne grosse Probleme. Noch vor 100 Jahren konnte dies in den Inselgesellschaften der "gluecklichen Suedsee" beobachtet werden. Doch der "zivilisierte" Mensch konnte sich mit diesen Naturgegebenheiten offenbar auf die Dauer nur schwer zufriedengeben. Nicht nur, dass er durch von der Frau bewusst eingesetzte Methoden der Empfaengnisverhuetung, die auch dem Manne bekannt sind, diesen inneren Prozess heute oft ausser Kraft setzt , er hatte auch schon vorher der Natur neue Regeln vorgegeben.

Als die Gesellschaft von der anfaenglich mutterrechtlich organisierten Form in die vaterrechtlich organisierte wechselte, und dies war die Zeit der ersten kriegerischen Auseinandersetzungen unter den Menschen, entstand der vom Besitzdenken des Mannes gepraegte Wunsch, von "seinen" Frauen nur "seine" Kinder zu haben. Das heisst, die Frau musste in ein Verhaeltnis zum Mann gebracht werden, das den Zugang anderer Maenner zu ihr, zumindestens rechtlich, unmoeglich machte. Die Frau wurde deshalb in ein Abhaengigkeitsverhaeltnis zum Manne gebracht und ihre Rechte wurden beschnitten. Vereinigte sie sich sexuell mit einem aussenstehenden Mann und es wurde offenbar, wurde sie der Unzucht beschuldigt und zur Abschreckung auf grausame Weise durch oeffentliche Verbrennung oder Steinigung getoetet.

Dem Manne aber war es erlaubt, so viele Frauen, wie er ernaehren konnte, zu haben. Darueberhinaus war er verpflichtet, alle Frauen seiner naechsten Verwandtschaft mit ihren Kindern zu uebernehmen, sobald ihr Mann zu Tode kam. Alle diese Frauen galten als seine Ehe- oder Nebenfrauen und durften sexuellen Verkehr nur mit ihm haben. Erst das mosaische Gesetz, das etwa 450 v. Chr. in der in der Bibel vorhandenen Form abgeschlossen wurde, also nicht von Moses und schon garnicht direkt von Gott stammt - was allerdings in der Bibel immer wieder behauptet wird - verbot dem Manne innerhalb seines Hauses mit Frauen sexuell zu verkehren, die mit ihm blutsverwandt waren. Bis dahin war es Brauch, auch mit den Toechtern sexuellen Umgang zu haben, was zum Beispiel auch die Toechter Lots ausnutzten ( 1 Mose 19, 31-38) und die aegyptischen Pharaonen reichlich zwecks " Reinerhaltung des Pharaonenblutes" betrieben.

Aus diesen Gegebenheiten entwickelte dann die christliche Kirche die uns noch heute bekannte Form der Einehe. Das heisst ein Mann und eine Frau duerfen Zeit ihres Lebens nur einen einzigen Ehe- und moeglichst auch Sexualpartner haben, dem sie bis zu ihrem Tode verpflichtet sind. Alles darueber hinausgehende wurde als "Suende" gebrandmarkt und zeitweise sogar staatlicherseits unter Strafe gestellt und verfolgt. Damit war das urspruengliche Naturgesetz durch menschlichen Perfektionismus bis zur Unkenntlichkeit entstellt und nahezu unpraktizierbar geworden. Die puritanischen und buergerlichen Gesellschaften Europas und ihre nach Nordamerika ausgewanderten Ableger versuchten fast 200 Jahre lang diese Form durchzusetzen, mussten sich dann aber schliesslich im 20. Jahrhundert geschlagen geben und sich den unbesiegbaren Gesetz der Natur beugen, das wieder seine Rechte forderte.

Seitdem brach ein, von den Menschen "zur Huetung der Moral" errichteter Deich nach dem anderen und der Ausgang des 20. Jahrhunderts zeichnet sich , zumindestens in Europa, durch eine sexuelle Liberalitaet aus, wie sie seit nahezu 2000 Jahren, das heisst, seit dem Untergang der letzten Reste des atlantischen Reiches, nicht mehr bestand. Zwar ist die Institution der Ehe weiterhin rechtlich vorhanden und wird auch noch von Anfaengern und Traeumern aus Tradition gern in Anspruch genommen. Doch die Dauer dieser Ehen betraegt oft wenig mehr als fuenf Jahre. Dann befreien sich die Frauen, denen dazu durch "fortschrittliche" demokratische Gesetzgebung alle Rechte gegeben wurden, aus diesem Joch und leben mit den aus der Ehe hervorgegangenen Kindern ein natuerliches freies Sexualleben mit nach Bedarf wechselnden Partnern. Der moderne Sozialstaat sorgt durch seine Gesetze dafuer, dass der Vater seiner Unterhaltspflicht fuer die Kinder, und bei Bedarf auch fuer die Mutter, nachkommt und stuetzt damit die Rueckkehr zu den alten goettlichen Gesetzen und zur mutterrechtlichen Ordnung in bemerkenswert konsequenter Weise. P Es fehlt nur noch die Einrichtung eines "Ishtartempels" mit staatlicher Registrierung der "Samenspender", um auch die Institution der "Anfangsehe" ueberfluessig zu machen. Durch die Fortschritte in der Gentechnik ist es kein Problem mehr, Vaterschaften und damit Unterhaltsverpflichtungen eindeutig nachzuweisen. Die Unterhaltsverpflichtung muesste allerdings auf ein vernuenftiges Mass reduziert werden, wobei sich der Staat, fuer dessen Bestand die Kinder schliesslich wichtig sind, in weit hoeherem Mass als bisher daran beteiligen muesste. Auch fuer gelegentliche sexuelle Kontakte ohne Zeugungswunsch waere ein "Ishtartempel", der beispielsweise die Form eines modernen Freizeitzentrums mit "Button"ausgabe unter staatlicher Aufsicht bei vernuenftigen Gebuehren haben koennte, sicher besser geeignet als Diskotheken, Kontaktklubs und Lokale. Aus den hier erzielten Gebuehreneinnahmen liesse sich vielleicht sogar ein Teil des staatlichen Unterhaltsgeldes fuer die Kinder finanzieren, was noch den Vorteil haette, dass auch den "Spassvoegeln" , das heisst jenen, die ueberhaupt darauf verzichteten, Kinder in die Welt zu setzen, die Moeglichkeit gegeben wuerde, sich sozial verantwortungsbewusst an der Finanzierung des auch fuer sie wichtigen Nachwuchses zu beteiligen .

Dieser Verzicht auf die Ehe in der durch das Christentum eingefuehrten Form und die Rueckkehr zu den Verhaeltnissen wie sie zur Zeit der ersten Hochkulturen herrschten, wuerde auch in anderer Hinsicht volkswirtschaftlich erhebliche Vorteile bringen. Denn es ist zur Zeit als eine wirtschaftliche Katastrophe anzusehen, wieviel Kapital und auch menschlicher guter Wille durch fruehe Ehescheidungen zerstoert wird. Die Einrichtung eines "Ishtartempels" haette ueber das Gesagte hinaus noch einen wesentlichen eugenischen Vorteil. Er wuerde Frauen und Maennern ermoeglichen sich fuer "ihr Kind" nahezu den Traumpartner zu erwaehlen, was fuer die Verbesserung der optischen wie auch der geistigen Qualitaeten der Menschheit sicher von grossem Vorteil waere. Denn auch in diesem Punkt sahen die Goetter damals bei der Einrichtung dieser Tempel weiter als der Mensch. Die Tatsache, dass in der Zeit der christlichen Einehe die unteren sozialen Schichten die meisten Kinder erzeugten , hat jedenfalls eher eine Verschlechterung als eine Verbesserung der Qualitaet der Menschen der christlichen Welt bewirkt, was allerdings durchaus im Sinne der Machthabenden gewesen sein koennte, denn unwissende, unscheinbare und dumme Menschen lassen sich nun einmal besser beherrschen und manipulieren als eigenwillige, schoene, intelligente und unternehmerische. Auch das hat die Geschichte unserer juengsten Vergangenheit auf der einen Seite und die Geschichte des atlantischen Reiches auf der anderen gezeigt.

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