C.E.I.F.

Centro de Estudios Ibero Fenicios

Handbuch der Typologie und Chronologie der phoenizischen Keramik im Sueden Spaniens

Teil 9


Von: Alberto Lòpez Malax-echeverria
Ins Deutsche uebertragen von : Karl Juergen Hepke

 

Inhalt:
1.Einleitung:
Geschichtlich-archaeologischer Widerspruch in der Kolonisation des Suedens Spaniens durch die Orte des nahen Orients im II / I Jahrtausend v. Chr.

Karte von Andalusien mit den Hauptlagerstaetten
Erste Schlussfolgerungen
Karte: Lagerstaetten des vorderen Orients

Studien der Typologien

2. Kleine Kruege
3. Raeucherpfannen
4. Oinocoen
5. Amphoren und Einmachtoepfe
6. Kochtoepfe
7. Lampen
8. Teller
9. Dreifuessige Teller
10. Kruege
11. Krater
12. Zusammenstellung der Typologien mit Zeiteinordnung vor dem VIII Jahrhundert v. Chr.und Bibliografie

Teil 9

Dreifuessige Teller (Platos Tripode)

Referenzliteratur:

Naher Orient:
The Pottery of
Tyre........................ Patricia Maynor Bikai....................... Aris Phillips Ltd. Warminster, Wilts, England 1978

Spanien:
"Toscanos"............................H. Schubart, H.G. Niemeyer, M.P. Catalàn

 
Tafel 1:

Endbetrachtung und Schluesse

Wir zeigen in dieser Tafel die chronologische Folge in der dreifuessige Teller in der Ausgrabung von P. M. Bikai erschienen sind. Alle sind aus Basalt mit Ausnahme des zu Schicht IX gehoerendem , der in "Stein" (ohne Angabe der Art) ausgefuehrt ist und einem Exemplar aus Toscanos, ausgeführt auf der Toepferscheibe in schiefriger Tonerde. Ich kann zu dieser Typologie keinerlei Schluesse aeussern. Von einigen Autoren werden Exemplare aus anderen Lagerstaetten (Rio Tinto, Guadalhorce) angefuehrt, aber ich kenne sie nicht.
Moeglicherweise sind Bruchstuecke in den Ausgrabungen erschienen, die unendeckt blieben oder falsch beurteilt wurden. Tatsache ist jedenfalls, dass sie nicht im Uebermass publiziert wurden , obwohl die Haltbarkeit des Materials und die Besonderheit der Form in den Ausgrabungen auffallen und in Erinnerung bleiben muesste.
G. Maas - Lindemann berichtet in seinem Artikel in Aula Orientalis III , dass diese Typologie, hergestellt aus Keramik mit Waenden ohne Behandlung, wiederholt in den occidentalen Ansiedlungen erscheint. Er zitiert fuer Spanien Exemplare aus Chorreras, Morro de Mezquitilla, Trayamar und aus Toscanos. Nach seiner Meinung erscheint diese Form in Keramik in den Anfaengen des VII Jhdts v. Chr. und ist reichlich vorhanden waehrend des VI Jhdts v. Chr.
Die Exemplare in unserer Tafel, stammend aus der Ausgrabung von Bikai in Tyrus gehen von Schicht XVII (1600 - 1415 v. Chr.) bis zur Schicht I ( 700 v. Chr.) und wurden gefunden in sieben verschiedenen Schichten. Ich glaube nicht, dass sich daraus eine typologisch - chronologische Folge ableiten laesst.
Wir koennen uns vorstellen, dass die Schwierigkeit der Arbeit , ein Stueck mit diesen Charakteristiken anzufertigen, dazu fuehrt, dass es sich um Auftragsarbeiten handelt und sich deshalb keine Serien bilden, die katalogisierbar sind.

Es ist uns nicht bekannt, ob es konkrete Erklaerungen gibt fuer das Ende dieses Typs von Tellern, ueber seine Funktion und sein Gewicht , das zumindest in der Version Basalt oder Stein die Handhabung schwierig macht.
Als Endergebnis der Tatsache, dass in der Ausgrabung von Tyrus das Ueberleben dieser Art von Tellern so lang ist und die typischen Charakteristiken wie Laenge der Stuetzen, Tiefe des Behaelters usw. keine Hinweise geben fuer eine Chronologie frueher oder spaeter, haben wir hier ein Element, das uns kein konkretes Datum gibt fuer die Schicht, in der es erscheint. Damit ist die Moeglichkeit der Chronologieerkennung der Materialien , die ebenfalls darin vorkommen, begrenzt.

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Lesen Sie hierzu, umfassend und uebersichtlich dargestellt :

DIE GESCHICHTE VON ATLANTIS, der vergessene Ursprung unserer Kultur
von Karl Juergen Hepke
TRIGA-DER VERLAG, 2.Aufl. 2008, Hardcover, 268 Seiten, Eur 22,00 , ISBN 978-3-89774-539-1

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