Götter, Kräfte und Menschen

Auf den Spuren der Atlanter.

Herkunft und Zukunft des modernen Menschen der westlichen Kultur

von Karl Jürgen Hepke

Inhaltsangabe

Buch 1: Der Mensch und die Erde

Einleitung: Warum : " Herkunft und Zukunft des modernen Menschen "

1. Der Mensch, das sonderbare Wesen

Die Kolonisation der Erde und die Entwicklung des modernen Menschen

2.Die Entwicklung des Menschen auf der Erde

Die Entstehung des Menschen in seiner heutigen Form nach dem gegenwärtigen Stand der Wissenschaft

Erste Städte und Kulturen.

1. Das sagenhafte alte Atlantis im Bermuda Dreieck

2. Erste Zivilisationen in den Hochländern und die erstaunliche Stadt Catal Hüyük.(20)

Buch 2: Die Frühgeschichte Europas

1. Atlantis II: Die erste Kultur des Westens. Idee und Wirklichkeit.

2. Die Anfänge des ersten Kulturstaates Atlantis und die Ausdehnung des atlantischen Einflußbereichs

3. Das atlantische Reich

4. Sitten und Lebensformen im Gründungsstaat Atlantis und in den Sekundärstaaten Achaisches Griechenland, Kreta, Phönizien und dem Tertiärstaat Karthago

5. "Mißbrauch" der göttlichen Regeln durch die Menschen in den ersten Kulturstaaten.

Buch 3: Asien und Ägypten

1. Hattier und Hethiter in Anatolien. Das erste eigenständige Reich atlantischen Ursprungs auf asiatischem Boden.

2. Die Anfänge der Menschheit im Hochland von Iran und im Gebiet von Mesopotamien

3. Die Entwicklung der Kultur im Südiran und in Babylonien

4. Ägypten, Schatzinsel der Überlieferung

Buch 4 : Der große Umbruch

1 Die kosmische Katastrophe von 1250 v.Chr. und der Untergang von Atlantis II

2. Die Änderung der Struktur der Atlantikküste durch die Katastrophe von 1250 v.Chr

3 Die Wanderung der Seevölker und die indoiranische Wanderung

4. Assur, der erste Militärstaat, das Reich des Schreckens und des Bösen

5 Die Niederlassung der atlantischen Völker im Iran und ihre Rolle bei der Gründung des persischen Reiches.

6 Drei atlantische Sterne am Himmel Israels, David, Salomon, Jesus von Nazareth

7. Das Weiterleben der Idee des atlantischen Reiches in der Geschichte

Buch 5: Spuren von Atlantis in Europa

1. Megalithen, magische Steinkreise, Menhire und Dolmen

2. Der alte gerade Weg

3. Dolmen für die Toten, Menhire für die Lebenden. Die unvergänglichen megalithischen Spuren der Atlanter in Europa, Asien und Afrika

4. Die letzte atlantische Kultur - und Sprachinsel in Europa. Das Land der Basken

15

Buch 6 Das Auftreten der Außerirdischen in der klassischen Geschichte und in der Neuzeit

1. UFOs, Boten von Außerhalb ?

2. Es wird ernst, massive Warnungen der Außerirdischen

3. "Der Krieg der Sterne"

4. Aussehen, Herkunft und Botschaft der Außerirdischen

Buch 7: Die Erde und der Kosmos

 

1, Basen im Sonnensystem

2, Die Beschaffenheit des Planeten Mars und seine Eignung für eine Besiedlung

3. Meteoriten, Strafen der Götter ?

Buch 8: Die Folgerungen aus der bisherigen Menschheitsgeschichte:

Der Mensch und die Erde heute

1. Besinnung auf die Anfänge und das Versagen der Christlichen Kirchen

2. Was ist der Mensch

3. Der Mensch in der Geschichte

4 Wiedergeburt und Erfahrungsfortschritt

5 . Die Aufgaben der Menschheit

Literatur

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Buch 1

Einleitung.
Warum : Herkunft und Zukunft des modernen Menschen ?

Für viele gebildete Menschen Mitteleuropas fängt die Geschichte des heutigen Menschen bei den Griechen und Römern an. Vorher gab es zwar noch Ägypten und auch in Mesopotamien hat es die, aus der Bibel bekannte, Kultur von Babylon gegeben. Aber eigentlich waren es doch die Griechen, die aus dem Wissen und der Kultur dieser älteren Völker etwas Brauchbares gemacht haben. Sie verwendeten eine lesbare Schrift und darauf basierend entstand die erste Geschichtsschreibung von Herodot und anderen und die erste Literatur. Es wurden Dramen verfaßt und geschichtlich orientierte Epen geschrieben. Auch Mathematik und Astronomie wurden gepflegt und in der Baukunst und der vollendet realistischen bildnerischen Gestaltung waren die Griechen lange Zeit den neuen europäischen Kulturen fast unerreichbares Vorbild.

Dies ist der Stand des Wissens des ausgehenden 19. Jahrhunderts, das bis in unsere Tage an den humanistisch orientierten Bildungsanstalten gelehrt wird.

Die Kultur Ägyptens, die im wesentlichen erst am Ende des 19. Jahrhunderts erschlossen wurde, hatte zwar Auswirkungen auf die bildende Kunst, veränderte jedoch das Geschichtsdenken der gebildeten Schichten nur unwesentlich. Sie blieb die Angelegenheit von Ägyptologen und wurde bestenfalls in einer Bildungsreise nach Ägypten mit Nilfahrt und Ritt auf dem Kamel zu den Pyramiden gewürdigt. Noch weniger bekannt wurden die sensationellen Ausgrabungsergebnisse, die in den Lehmhügeln Mesopotamiens erzielt wurden. Auch sie blieben die Angelegenheit von Spezialisten und wurden bestenfalls durch populärwissenschaftliche Bestseller, wie "Götter, Gräber und Gelehrte" von C.W. Ceram, etwas, und das nur für kurze Zeit, in das Bewußtsein der Öffentlichkeit gerückt.

Da Griechenland ja weit von Mitteleuropa entfernt lag und erst, wie man gehört hatte, zur Zeit der Aufklärung des 17. Jahrhunderts wieder in das Bewußtsein Mitteleuropas aufgenommen wurde, blieb noch die Frage offen, wie es denn in den vergangenen Zeiten in Mitteleuropa aussah. Die Antwort gaben hier die römischen Geschichtsschreiber wie Cäsar und Tacitus:

Es waren dunkle, waldbedeckte Länder in denen wilde Gesellen hausten, die teilweise noch fellbekleidet oder in Lederrüstung mit Schild, Speer und Beil bewaffnet die schwergerüsteten Legionen Roms im dunklen Wald Galliens oder in den Sümpfen Germaniens überfielen. Ein wildes, ungebildetes, undiszipliniertes Volk, das den Eindruck machte, als wenn es erst kurz zuvor von den Bäumen herabgestiegen war. Unterstützt wurde dies Geschichtsbild von den Kelten und Germanen durch beflissene Maler und Zeichner, die wilde, bärtige mit Fellschurzen bekleidete Gesellen darstellten, die an Lagerfeuern hockten oder mit langen Stangen auf Rollen aus Baumstämmen riesige Steine zu "Hünengräbern" auftürmten.

So ist es dann nicht verwunderlich, daß sich mancher als "gebildet" mit dem "Reifezeugnis" entlassene Abiturient heute fragt :

"Was war denn eigentlich am Anfang der Menschheit und worin besteht meine Aufgabe als Mensch?"

Er hat zwar etwas von Darwin gehört, und daß der Mensch sich körperlich aus einer Seitenlinie der Affen entwickelt haben soll . Er hat erfahren, daß nach den Überresten der Entwicklungsstufen in vielen Ländern der Erde gesucht und auch vieles gefunden wird, über dessen Bedeutung sich die einschlägige Wissenschaft dann lange streitet. Aber über die geistige Entwicklung des Menschen und seine Stellung und seine Aufgabe auf der Erde hat er sehr wenig gehört. Und so fragt er sich etwas alleingelassen: "Was ist überhaupt der Sinn meines Lebens, in das mich, ohne mich zu fragen, meine Eltern hineingeboren haben? Welche Rolle spiele ich denn in diesem System von Staat, Gesellschaft und Kirche. Woher stammen überhaupt diese Einrichtungen und woher nehmen sie den Anspruch, daß ich mich in sie einzufügen habe?"

Die Geschichtsbildung seiner Schulzeit hat ihm nur unzureichende Antworten auf diese Fragen gegeben. Denn auch für Griechen und Römer waren Staat und Religion schon Einrichtungen, in die sich der Einzelne einzufügen hatte. Der Religionsunterricht, den er vielleicht als Angehöriger einer christlichen Religionsgemeinschaft genossen hat , brachte ihm zwar die Bibel , das Leben und die Lehren Jesu und die Geschichte der alten Juden näher, gab aber auch keine umfassende Antwort auf seine Fragen. Zudem fühlte er sich nicht berufen, in einer weitgehend unchristlichen, feindlichen Umwelt das Leben eines vorbildlichen Christen zu führen.

Gehörte er auch noch zu denen, die weder eine weiterbildende Schule besucht hatten, noch mit der Religion etwas anfangen konnten, so blieb ihm noch die Möglichkeit sich in seiner Umgebung umzusehen, um vielleicht im Leben anderer Menschen eine Antwort zu finden. Doch was er hier sah, war oft wenig motivierend. Immerhin gab es die Möglichkeit , im aufgeschriebenen Wissen Antworten auf viele Fragen zu finden und für den rastlos Fragenden öffnete sich hier in der Welt der Bücher ein weites Feld.

Wer auch damit aus irgendwelchen Gründen nicht zurechtkam, dem blieb die Chance, in körperlicher Leistung, im Sport , einen Sinn zu sehen. War ihm auch dieses verwehrt und akzeptierte er nicht die durch die modernen Massenmedien vorgegebenen "amerikanischen" Lebensziele des Strebens nach Geld, Macht, Luxus, beruflichem und gesellschaftlichem Aufstieg oder scheiterte er in seinen Bemühungen um diese "Werte" aus irgendwelchen Gründen, dann blieben für eine gewisse Zeit die freudenspendenden körperlichen Genüsse Sexualität, genußvolles Essen und Trinken, Alkohol und Zigaretten, die Droge oder stimulierende Medikamente und am Ende oft die Verzweiflung. So erklärt es sich, daß die Nichtbeantwortung wichtiger Fragen so manchen Verzweifelten in jungen oder reiferen Jahren dazu gebracht hat , sein Leben zum Entsetzen seiner Freunde und Verwandten wegzuwerfen.

Nahezu jeder kennt aus seiner näheren oder ferneren Umgebung mindestens einen solchen Fall und im Laufe des Lebens kommen leider oft weitere hinzu. Sie werden gern von der Gesellschaft totgeschwiegen oder nur hinter vorgehaltener Hand weiterberichtet, weil die Gesellschaft sich schämt, daß so etwas in ihrer Mitte geschieht. Diese Verzweiflungstat ist auch an keine Altersstufe gebunden, denn viele Menschen , die sich anfangs den genannten Alternativen zugewandt hatten, erkennen eines Tages ihre Hohlheit und stehen wieder vor dem Anfangsproblem.

Ich glaube , die Gründe, dieses Buch zu schreiben, das eine geistige Lebenshilfe für den nach den Ursprüngen und nach den Zielen Fragenden sein soll und seine Antwort in der Geschichte der Menschheit unter einem neuen Aspekt findet, sind ausreichend dargelegt.

Daß ich, als nicht universitätsgeprägter Laie auf dem Gebiet der Geschichtswissenschaft, doch immerhin als Mensch mit einiger Lebenserfahrung und mit einem auf dem unbestechlichen Gebiet der Technik in über 30 Jahren Berufsausübung geschultem kritischen, analytischen und kombinatorischen Denken diese schwierige Materie behandeln muß, hat den Nachteil, daß ich nicht so in der Geschichte zu Hause bin, wie jemand, der sich professionell sein ganzes Leben damit beschäftigt hat.

Die Darstellung der Geschichte ist aber auch nicht der eigentliche Sinn der einzelnen Abschnitte des Buches, sondern es soll gezeigt werden, wie der Mensch in der Geschichte geistig gewachsen und gereift ist und wie er zum heutigen Stand gelangte. Es geht daraus auch hervor , daß dieser Stand noch lange nicht das Ende darstellt, sondern daß er sich noch ungeahnt weiterentwickeln kann und muß, wie in den späteren Kapiteln, welche die gegenwärtige Zeit beschreiben, dargestellt wird.

Wie aus dem Literaturverzeichnis und den kursiv gedruckten Textstellen, die jeweils Übernahmen aus der durch die Ziffern in Klammern bezeichneten Literatur darstellen, zu ersehen ist, nehme ich die Hilfe der Experten gerne in Anspruch, wenn ich der Meinung bin, daß es der Sache dient und ich bitte dafür um ihr Verständnis.

Meine Stellung als "Laie" hat immerhin den Vorteil, daß ich eine Darstellung geben kann, die kurz und prägnant auf das Wesentliche kommt und hoffentlich damit auch für andere Laien verständlich bleibt. Sollte sich aber ein Leser durch die lange Geschichte der Assyrer oder anderer Völker gelangweilt fühlen, so ist es kein Fehler, wenn er diese vorerst überspringt, um schneller zu der ihm näher liegenden Neuzeit zu gelangen.

Um aber kein allgemeines Gerede zu produzieren, war es erforderlich, Material in großer Menge anzuführen, denn auch die professionelle Geschichtsschreibung, die leider nur zu lange schon in ausgefahrenen Geleisen fährt, soll angeregt werden, die Fülle an neuem Material, die das 20. Jahrhundert bereits geliefert hat, in fortschrittlicher Weise und nicht mit den Methoden des 18. Jahrhunderts anzugehen. Das heißt, es sollte auch für den Geschichtswissenschaftler auf seinem Gebiet erlaubt sein, was auf fortschrittlich orientierten Gebieten der Naturwissenschaften längst zum Selbstverständlichen gehört, nämlich Hypothesen und weiterführende Gedanken aus Fakten, Mythen und altem überlieferten Wissen abzuleiten und zu verfolgen, ohne daß gleich eine Schar von Status quo Verteidigern über ihn herfällt und seine Wissenschaftlichkeit in Frage stellt.

Denn warum soll sich ausgerechnet die Geschichtswissenschaft eines Werkzeugs des menschlichen Geistes begeben, das einen Fortschritt im Denken und in der Vorstellungswelt der Menschen bringen kann ?

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Der Mensch und die Erde

Der Mensch, das sonderbare Wesen.

Die Kolonisation der Erde und die Herkunft des modernen Menschen.

Seit das Monopol der Kirche zur Definition der Herkunft des Menschen am Ausgang des Mittelalters schwand, versuchen Philosophen, Dichter und Wissenschaftler der christlichen Welt, das Wesen des Menschen neu zu definieren. Der immer wieder dazu auffordernde Grund liegt in der offensichtlichen Unausgeglichenheit der menschlichen Natur und den vielen Widersprüchen, die sein Denken und Handeln bestimmen. Er will Frieden und Krieg, das Gute und das Böse, Treue und Untreue, Liebe und Haß, Freiheit und Bindung und viele andere Gegensätzlichkeiten mehr, und ist oft hin- und hergerissen zwischen den Möglichkeiten, die sich ihm bieten.

Darwin hat versucht, die Herkunft des Menschen aus der Entwicklung allen Lebens auf der Erde heraus zu erklären. Um seine Theorie zu bestätigen, suchen Generationen von Wissenschaftlern und Forschern seit mehr als hundert Jahren in allen Ländern der Erde nach Spuren, Knochen, Werkzeugen und anderen Beweisen. Sie haben viel gefunden, was auf die Entwicklung eines Wesens auf der Erde hinweist. Aber etwa 8 000 Jahre vor Christi Geburt ist nach dem geltenden Wissen dieses Wesen gerade soweit in seiner Entwicklung, daß es Feuer machen, primitive Steinwerkzeuge herstellen und in kleinen Gruppen, von Jagd und Fischfang lebend, sein Leben fristen kann.

Seine geistigen Fähigkeiten sind jedoch bereits beachtlich und auf dem Gebiet der künstlerischen Darstellung leistet es Erstaunliches.

Doch jetzt setzt eine rasante Entwicklung ein. Der Mensch besitzt plötzlich Haustiere und kennt eine Reihe von noch heute verwendeten Getreidearten . Das ermöglicht ihm das Seßhaftwerden.

Für diese erstaunlichen Fortschritte gibt es bisher keine wissenschaftlich anerkannte Begründung aber immerhin schon einen Begriff. Es ist der der " Neolithischen Revolution".

Aber es gibt noch mehr Erstaunliches, denn nur 3000 Jahre später finden wir städtische Hochkulturen in den Flußtälern des Indus und etwas später in denen des Nils, des Euphrats und des Tigris mit nahezu allen Merkmalen heutiger Staaten.

Typisch für diese Staaten ist das Vorhandensein eines Herrschers mit nahezu unbeschränkter Macht, die er über ein straff organisiertes System von Priestern, Beamten und Kriegern ausübt.

Auch der übrige Staat ist gut gegliedert, es gibt scharf abgegrenzte Schichten von Handwerkern, Händlern, Bauern und Sklaven. Es gibt Fronden und Steuern und Kunstbauten wie Kanäle, Dämme, Straßen. Paläste und Pyramiden werden geplant und mit einer heutzutage nicht erreichbaren Präzision ausgeführt. Ein Wunder ! Oder nicht ?

Die heutige Geschichtsschreibung versucht zum Teil noch, wenn auch nicht mit großer innerer Überzeugung, diesen erstaunlichen Wandel und Fortschritt mit einer klimatischen Veränderung zu erklären, welche die Menschen zwang, sich in die Flußtäler zurückzuziehen und sich dort staatlich zu organisieren.

Glaubhaft ist dies nicht ! Viel eher wäre es nach Darwin wahrscheinlich, daß im Kampf um den kleiner werdenden Lebensraum die stärkeren Gruppen die schwächeren umgebracht hätten . Es handelte sich schließlich um völlig ungebildete Wilde, die von einer staatlichen Organisation nicht die geringste Ahnung hatten................!

Aber was war dann ?....? Eine nur zu berechtigte Frage.

Zeugen der Vergangenheit.

Es gibt auf der Erde im Bereich des westlichen Europa, in Afrika und im vorderen Orient eine ganze Reihe von unerklärlichen Kunstbauten und künstlichen Veränderungen der Natur aus sehr alter Zeit.

Nahezu allen sind folgende Merkmale gemeinsam. Sie bestehen aus sehr großen und sehr schweren Steinen, sie haben oft hervorragend paßgenau bearbeitete Oberflächen, sie sind oft über viele Kilometer hinweg vom Ort ihrer Gewinnung an den Ort ihrer Verwendung transportiert worden. Es beginnt mit den Steinsetzungen von Stonehenge in England, setzt sich fort mit den Steinreihen und den Menhiren an der französischen Atlantikküste, findet sich in den Palastbauten von Kreta und Mykene und findet seine Krönung in den gewaltigen Pyramiden und Tempelanlagen Ägyptens. In geschichtlicher Zeit finden sich "Zyklopenmauern" noch in den Befestigungsanlagen der Etrusker und der Karthager. Mit dem Untergang dieser alten Völker, verursacht durch die Ausdehnung des römischen Reiches, verschwindet die Kunst des Megalithbaus.



Doch auch fast alles Wissen der hochkultivierten Völker, die diese Bauten schufen, wurde bewußt oder unbewußt von den Nachfolgern vernichtet, oder verfiel dem Vergessen. Diesen Anfängen der Menschheit nachzugehen und aus den Spuren herauszufinden, was vor den Griechen und Römern , den Ägyptern und Sumerern, den arischen Einwanderern Indiens und den dorischen Einwanderern Griechenlands war, soll das Ziel dieses Buches sein, und es wird sich zeigen, daß Erstaunliches dabei zutage kommt.

Aber zuerst wenden wir uns einmal den Auffassungen von der Entwicklung des Menschen zu, wie sie heute von der modernen Anthropologie gesehen wird.

Danach treten vor etwa sechs Millionen Jahren die ersten Vorstufen des Menschen, die sogenannten Hominiden auf, die sich in verzweigenden Entwicklungslinien zu den verschiedenen vorgeschichtlichen Menschenformen und schließlich zu den heutigen Menschen entwickeln. Auf die frühen Stufen soll hier nicht näher eingegangen werden , interessant erscheinen nur die beiden letzten Stufen dieser Entwicklung nämlich der Neandertaler und der darauf folgende Mensch vom Typ Cro Magnon. Der Neandertaler, der sich vom heutigen Menschen vor allem durch seine Schädelform (5) mit stark ausgeprägten Augenbrauenwülsten, einer breiten Nase und fliehender Stirn und durch gebogene Oberschenkel- und Oberarmknochen unterscheidet, erscheint in seinen frühen Formen vor 150 000 Jahren und erreicht vor etwa 70 000 Jahren seine klassische Phase. Aus dieser Zeit gibt es Fundorte vor allem aus dem europäischen Raum aber auch vereinzelte Funde aus Afrika und Asien. Man kann aber davon ausgehen, daß er über die ganze Erde verbreitet war, wobei Europa anscheinend aber den Schwerpunkt der Ansiedlung bildete.

Vor etwa 40 000 Jahren erscheint in Europa plötzlich ein völlig neuer Typ von Mensch. Von der Wissenschaft wird er als Homo sapiens sapiens oder eindeutiger nach seinem ersten Fundort in Frankreich Cro Magnon Mensch genannt.

In Gestalt des Cro- Magnon Menschen verdrängt der moderne Homo sapiens sapiens weltweit den Neandertaler, der etwa vor 10 000 Jahren völlig von der Erde verschwindet. Dieser neue Typ unterscheidet sich in keinem wesentlichen Merkmal vom heutigen Menschen. In seiner Frühzeit ist er nur kräftiger gebaut als der heutige Mensch.(5) Übergangsformen zum neuen Typ gibt es nicht in Europa, aber möglicherweise im nahen Osten.(Israel). Es sieht also so aus, als wenn er nach Europa von irgendwoher eingewandert ist. Der Ursprung wurde aber von den Anthropologen bisher nicht gefunden. Er wird in Asien vermutet. Aus der Gegend des Baikalsees in Asien sind Funde aus der Zeit vor 23 000 Jahren bekannt, aus Australien gibt es Funde aus der Zeit von vor 32 000 bis 25 000 Jahren.



Um 15 000 v. Chr. ist der neue Mensch über die ganze Erde verbreitet. Die damalige Weltbevölkerung wird auf 10 Millionen Menschen geschätzt (5a).

Von 10 000 - 9000 v. Chr.gibt es eine Warmzeit ( Alleröd-Zeit ) (5) in der das Julimittel in Zentraleuropa 4° über dem heutigen liegt. Damit erfolgte ein rasches Abschmelzen des Eises der letzten Eiszeit.

9000 - 8000 v. Chr erfolgt eine erneute drastische Abkühlung , die sogenannte Dryas oder Tundrenzeit, auf deren Ursache später noch eingegangen wird, da sie zur Zeit noch nicht wissenschaftlich bewiesen ist.

7500 v. Chr. Die Eisverhältnisse in Skandinavien entsprechen den heutigen (5). Der in der Eiszeit um 120m gefallene Meeresspiegel steigt schnell und hat um 6000 v. Chr. in etwa das heutige Niveau erreicht.

5000 - 3000 v. Chr. Es gibt es eine sogenannte postglaziale Warmzeit , in der es in Europa etwa 2°-3° wärmer ist als heute. Die Baumgrenze liegt einige hundert Meter höher als heute und in Nordeurasien verschwindet die baumlose Tundra fast völlig (5). Der Meeresspiegel steigt über das heutige Niveau noch an. Nach dieser Zeit geht die Temperatur bis zum Beginn der heutigen Zeit (Treibhauseffekt als Gegenwirkung) leicht zurück. Das gleiche gilt für den Meeresspiegel. Das postglaziale Klimaoptimum ist in Nordamerika weit geringer ausgeprägt als in Europa. (5)

Betrachtet man die kulturellen Hinterlassenschaften der Menschen im europäisch-afrikanischen Siedlungsraum um 10000 v.Chr. so kann man feststellen :(5)

Den spanischen und westfranzösischen Kulturelementen (Azilien) nahe verwandt ist das sogenannte Tardenosien. Hiervon geprägt sind Belgien, England, Dänemark, Norddeutschland und das Baltikum.

Ausläufer dieser Kulturrichtung erreichen im Osten Polen und Rußland, im Süden Italien und Kleinasien, besonders Syrien.

Seinen Ursprung hat das Tardenoisien in einer sehr lebhaften nordafrikanischen Kulturgruppe des Mesolithikums dem sogenannten Capsien. Über die Sahara, die damals eine fruchtbare Savanne mit vielen Tieren war , breitet sich die Kultur bis Südafrika aus.

Die spanischen, nordafrikanischen und südafrikanischen Felsbilder dieser Epoche sind einander sehr ähnlich.

Alle Menschen der Nacheiszeit repräsentieren eine einheitliche Art, innerhalb derer sich zahlreiche Großrassen, wie die Europiden, Negriden, Australiden oder Mongoliden unterscheiden. Drei recht unterschiedliche Theorien versuchen dieses Phänomen zu erklären:

a. Polyzentrische Theorie: Nach ihr haben sich die Menschen jeweils in Ihren Siedlungsgebieten aus den Früh- und Altmenschen entwickelt . Diese Theorie wird vor allem von einer US-amerikanischen Anthropologengruppe vertreten. (5)

b. Monozentrische Theorie: Nach ihr hat sich der Mensch in einem Kernraum von Westasien, Teilen Zentral- und Südasiens und Nordafrika entwickelt. Durch Vermischung der in diesem Raum lebenden Frühmenschen wurde das Erbgut bereichert. Hierdurch habe sich in einem relativ kurzen Entwicklungsprozeß der Homo sapiens herausgebildet.(5) Es handelte sich dabei um einen rassenmäßig neutralen Typus. Seine Entwicklung begann in diesem Gebiet bereits vor 50 bis 45 Tausend Jahren.

Erst nach dem Auswandern und dem Seßhaftwerden verschiedener Gruppen in unterschiedlichen geographischen Räumen bildeten sich die einzelnen Rassen heraus.(5) Diese Theorie wird heute von der Mehrheit der Anthropologen vertreten.

Für diese Theorie spricht eine wesentliche Tatsache: (5) Schon bei seinem Auftreten unterscheidet sich der moderne Mensch von allen Paläanthropinen , auch vom Neandertaler, durch den plötzlich wesentlich höheren Stand seiner Kultur. Das läßt auf qualitative Modifikationen im Denken dieser neuen Menschen schließen.

Im Zusammenhang mit der fortschreitenden Sozialordnung muß sich die Kommunikation und damit die moderne sprachliche Verständigung entwickelt haben. Vergleichende Studien an Schädelfragmenten verschiedener Paläanthropiden und dem Homo sapiens zeigen, daß nur beim letzteren jene Gehirnrindenbereiche, die mit den Funktionen der zweckgerichteten physischen Aktivitäten und der Regulierung des Sozialverhaltens zusammenhängen, ganz beträchtliche Umbildungen erfahren haben. Eine derartige Entwicklung setzt erhebliche genetische Veränderungen voraus, und es ist sehr unwahrscheinlich, daß sich diese Prozesse mehrfach an verschiedenen Orten in genau derselben Form abgespielt haben sollen.

Parallel zu dieser geistigen Umbildung ereignen sich bedeutende körperliche Veränderungen, die auch anatomisch zu einem neuen Menschentypus führen, der sich in allen modernen Rassen erkennen läßt. Das Produkt dieses Vorgangs, der Homo sapiens sapiens, ist insofern völlig einzigartig, als bei ihm erstmals in der gesamten Geschichte der Evolution soziale Tendenzen artbildende Selektionsmechanismen dominieren.

1.) Der Homo sapiens sapiens paßt sich nicht evolutionär den Umweltbedingungen an. 2.) Stattdessen versucht er, die Umwelt so umzuformen, daß sie ihm gerecht wird. Diese Aufgabe löst er in kollektiver Zusammenarbeit. Das heißt:: Die sonst allgemein für gültig angesehene Evolutionstheorie Darwins trifft für den Menschen dieser Stufe nicht mehr zu. Das heißt weiter: Entweder ist die Evolutionstheorie falsch, oder der Mensch dieser Stufe ist ein Produkt anderer Gesetze.

Aus diesem Grunde hat sich der Homo sapiens im Verlaufe von Zehntausenden von Jahren in seinem physischen Bau überhaupt nicht mehr verändert. Obwohl die sekundären Veränderungen, die zu den verschiedenen Rassen führen, zum Teil auf Anpassung an bestimmte Umweltbedingungen beruhen, wird durch diese Anpassungen kein einziger der spezifischen Wesenszüge des modernen Menschen modifiziert.(5)

Noch ein anderer, nicht in die Evolutionsgeschichte passender Mechanismus wird beim modernen Menschen wirksam. Neben der genetischen Weitergabe artspezifischer Merkmale und Eigenschaften, hat der Homo sapiens mit seiner Fähigkeit zur sprachlichen Kommunikation einen zweiten nicht genetischen Prozeß der Informationsübermittlung über Generationen in Gang gesetzt: Den Prozeß der geschichtlichen Überlieferung, der den menschlichen Fortschritt von einer Generation zur anderen ermöglicht. Auch diese Fähigkeit ist allen Rassen gleichermaßen zu eigen.(5)

Neuerdings gibt es eine ergänzende dritte Theorie sowjetischer Anthropologen. Danach liegt der Ursprung des Homo sapiens und seiner Rassen in zwei zentralen Gebieten. Nämlich Nordostafrika und Südwestasien.

Die Wissenschaftler stützen ihre Argumentation auf Unterschiede in den Gebißstrukturen der frühen und der heutigen Menschen. Beide Regionen liegen allerdings innerhalb des von den Monozentristen beschriebenen Kerngebiets der Homo sapiens Entwicklung. Wie aus dem vorstehend angeführtem und zum Teil wörtlich zitiertem zu ersehen ist, tappt die Anthropologische Wissenschaft bei dem Versuch, das relativ plötzliche Auftreten des modernen Menschen, dessen genetische gewaltige Fortschritte gegenüber den bis dahin bekannten Menschentypen klar erkannt werden, ziemlich im Dunkeln.

Der Versuch , die erheblichen Fortschritte durch Vermischung der sich in verschiedenen Bereichen bildenden menschlichen Spezialformen zu erklären, kann nur als der Griff nach einem darwinschen Rettungsanker verstanden werden, von dem jeder weiß, daß er nicht greifen kann, denn was an genetischem Material in keiner Gruppe vorhanden ist, kann auch nicht durch Vermischung erzeugt werden. Es kann also hier ohne Zweifel gesagt werden : Die etablierte Anthropologie, die sich im Wesentlichen auf Ausgrabungsergebnisse und ihre wissenschaftliche Auswertung nach modernsten Methoden stützt, kann allein keine ausreichende Antwort auf die Frage geben wie der Mensch von heute entstanden ist.

Um in der Erkenntnis weiterzukommen, muß deshalb hier zum ersten Mal auf von der heutigen Geschichtswissenschaft nicht anerkanntes Material zurückgegriffen werden. Dieses Material hat unterschiedliche Quellen, die jeweils bei ihrer Verwendung ausführlich erläutert werden, sodaß dem Leser überlassen bleibt, ob er ihm vertrauen soll oder nicht.

Da wir uns im christlichen Kulturraum befinden, soll zuerst einmal die Bibel, die ja eines der ältesten Geschichtsbücher darstellt und die ihre Bedeutung als solches nur dadurch eingebüßt hat, daß an für den christlichen Glauben wichtigen Stellen manipuliert wurde, zu Wort kommen. Da heißt es dann bei 1. Mose 6. :

Da sich aber die Menschen begannen zu mehren auf Erden und ihnen Töchter geboren wurden, da sahen die Kinder Gottes nach den Töchtern der Menschen, wie sie schön waren, und nahmen zu Weibern, welche sie wollten. Da sprach der Herr : Die Menschen wollen sich von meinem Geist nicht mehr strafen lassen; denn sie sind Fleisch. Ich will ihnen noch Frist geben hundertzwanzig Jahre.

Es waren auch zu der Zeit Tyrannen auf Erden; denn da die Kinder Gottes zu den Töchtern der Menschen eingingen und sie ihnen Kinder gebaren, wurden daraus Gewaltige in der Welt und berühmte Männer.

Die Bibel sagt also hier, was, wie wir sehen werden, in den älteren Religionen noch weit deutlicher wird, daß " die Kinder Gottes " , wie sie genannt werden, sich mit den Töchtern der Menschen paarten und aus dieser Verbindung " Gewaltige und berühmte Männer " hervorgingen. Es handelt sich dabei also um Erbgut oder Genübertragung von " den Kindern Gottes " auf die Menschen. Es gibt hier also eine klare Aussage, daß Gene, welche die Qualität der Menschen verbesserten, von außen her auf die Menschen übertragen wurden.

Es wird sogar ein Zeitpunkt für diese Genübertragung genannt, der ,da sich die Wirkung erst zum Ärgernis des Herrn auswirken mußte, und er anschließend noch 120 Jahre Frist gewährte (wobei die Zeitangabe möglicherweise menschlich vorstellbar manipuliert wurde) mit Sicherheit etliche Zeit vor der Sintflut lag, mit der diese für den Herrn unerfreuliche Entwicklung auf der Erde beendet wurde. Das für die ganze Erde verheerende Ereignis der letzten Sintflut, das einen großen Teil des Lebens auf der Erde vernichtete, kann aber mit großer Wahrscheinlichkeit, wie wir später sehen werden, auf 8500 v. Chr. datiert w erden. Die Genübertragung hat also etliche Zeit vorher und sicher nicht nur einmalig stattgefunden. Eine Übereinstimmung mit dem Auftauchen des Cro Magnon Menschen erscheint damit möglich.

Doch nun zur zweiten Quelle. Sie wurde der westlichen Kultur durch die Theosophin Helena Petrowna Blavatsky erschlossen, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts das geheime alte Wissen Tibets und Indiens studierte und in einer Reihe von Werken unter anderem in der sogenannten "Geheimlehre" einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machte. Über die Entstehung der Menschheit berichtet sie in der " Geheimlehre ".

Die schrecklichen und bösen Wassermenschen (Neandertaler), welche die Schöpfung der physischen Natur allein waren, ein Ergebnis des evolutionären Impulses, werden als Fehlversuche dargestellt. Es zeigte sich, daß die physische Natur bei der Schöpfung des Menschen, sich selbst überlassen, versagt hat. Sie kann die ersten zwei Reiche hervorbringen und das niedereTierreich, aber wenn die Reihe an den Menschen kommt, so sind geistige, unabhängige und intelligente Kräfte zu seiner Erschaffung notwendig.

Jene, welche den physischen Menschen in den neuen Zeitaltern bilden, steigen aus den materiellen Welten herab. Sie sind untergeordnete Geister, im Besitz eines zweifältigen Körpers. (als männliche und weibliche Wesen).

Die sieben Scharen, die aus dem Willen geborenen Herren, angetrieben von dem Geiste des Lebengebenden, sondern Menschen aus sich selbst ab, jeder in seiner eigenen Zone.

Nachdem sie ihre Schatten projiziert und Menschen aus einem Element geschaffen haben , steigen die Vorfahren wieder in ihr Reich (Maha-loka) empor, von wo sie periodisch herabsteigen, wenn die Welt erneuert wird, um neue Menschen hervorzubringen. Die esoterische Philosophie lehrt, daß ein Drittel der Dhyanis, begabt mit Intelligenz, einfach durch das Gesetz von Karma und die Entwicklung gezwungen waren, auf Erden immer wiedergeboren zu werden.

Nicht alle Menschen werden Inkarnationen dieser "göttlichen Rebellen", sondern bloß einige wenige unter ihnen. Den übrigen wurde ihr fünftes Prinzip nur durch den hineingesendeten Funken belebt, was den großen Unterschied zwischen den intellektuellen Fähigkeiten der Menschen und Rassen erklärt.

Die intellektuelle Entwicklung auf der physischen Ebene wurde während der vierten Wurzelrasse erreicht. Somit bilden jene, die halb bereit waren, die nur einen Funken empfingen, die Durchschnittsmenschheit, die ihre Intellektualität während der gegenwärtigen Entwicklung zu erlangen hat, worauf sie in der nächsten zur vollen Aufnahme der "Söhne der Weisheit" bereit sein wird. Jene aber, die überhaupt nicht bereit waren, die spätesten Monaden, die sich noch kaum aus ihren letzten, den Übergang bildenden niederen tierischen Formen am Schlusse der dritten Runde entwickelt hatten, blieben die "Schwachköpfigen."

Dies erklärt die im anderen Falle unerklärlichen Abstufungen der Intellektualität zwischen den verschiedenen Menschen, die selbst jetzt noch bestehen. Jene Scharen von "Ungebildeten", deren Verstandeskräfte nur sehr wenig über dem Niveau der Tiere stehen, sind nicht die ungerecht Enterbten oder Unbegünstigten, wie einige denken mögen.Sie sind einfach die letzten Abkömmlinge unter den menschlichen Monaden, die nicht bereit waren. Die sich während der gegenwärtigen Runde zu entwickeln haben, um zu der Ebene der Durchschnittsklasse zu gelangen, wenn sie die fünfte Runde erreichen.

Eine Bemerkung mag sich als nützlich erweisen, als Nahrung für das Denken in diesem Zusammenhang. Die Monaden der niedrigsten Arten der Menschheit haben kein Karma auszuwirken wie ihre an Intelligenz mehr begünstigten Brüder . Sie spinnen ihr Karma erst jetzt. Ihre "begünstigten " Brüder jedoch, sind belastet mit vergangenem, gegenwärtigen und zukünftigem Karma. In dieser Beziehung ist der "Ungebildete" vom Glück noch begünstigter als der größte Genius zivilisierter Länder.

. Nur eine Handvoll ursprünglicher Menschen, in denen der Funke göttlicher Weisheit hell brannte und in seiner Kraft sich nur verstärkte, blieben die auserlesenen Hüter der der Menschheit von den göttlichen Lehrern geoffenbarten Geheimnisse. Unter ihnen waren jene, welche von Anbeginn an in ihrem kumarischen Zustand blieben; und die Überlieferung sagt, was auch die geheimen Lehren bekräftigen, daß diese Auserlesenen der Keim einer Hierarchie waren, die seit jener Zeit nie ausgestorben ist:

"Der innere Mensch verändert nur von Zeit zu Zeit seinen Körper; er ist immer derselbe. Er kennt weder Ruhe noch Nirwana, verschmäht Dewachan und verbleibt ständig auf Erden zur Erlösung der Menschheit...".

Ohne im Moment auf alle Details dieser ausgewählten aber unveränderten Sätze einzugehen, wozu sich teilweise noch später Gelegenheit ergibt, soll hier nur das Wesentliche für die Schöpfungsgeschichte des Menschen betrachtet werden:

Es ist einmal die Aussage, daß die Erde allein mit ihren Selektionsgesetzen nicht in der Lage war, den Menschen mit höheren geistigen Qualitäten hervorzubringen und daß dafür Hilfe von außen erforderlich war. Zum anderen (unterstrichen), daß Wesen mit männlichen und weiblichen Körpern herabgestiegen sind, um im normalen Zeugungsprozeß ihre Gene der Menschheit zu übertragen und daß diese Wesen die Erde wieder verlassen haben um von Zeit zu Zeit zurückzukehren und ihr Werk der Erneuerung der Menschheit fortzuführen.

Daß aber die Durchschnittsmenschheit nur einen Funken der erforderlichen geistigen Qualitäten erhalten hat und sich das weitere selbst erarbeiten muß. Und daß es auch etliche gibt, die nicht bereit waren und deshalb vorläufig auf einem sehr niedrigen Level stehen, aus dem sie sich selbst durch das "Spinnen ihres Karmas" vorwärts entwickeln müssen.

Darüberhinaus gibt es aber noch einige Auserwählte, die der Menschheit immer wieder zur Verfügung stehen um sie anzuleiten und ihnen den richtigen Weg zu zeigen. Sie sind zum Teil Inkarnationen auf der Erde der höherentwickelten Wesen des Universums, zum anderen Teil aber auch Inkarnationen von Menschen, die den höchsten Grad erreicht haben, es aber verschmähen die Erde zu verlassen, weil sie hier ihre Aufgabe sehen. Für demokratisch denkende Menschen klingt das sehr elitär, ist aber letztlich doch sehr praxisnah.

Ganz deutlich wird aber auch hier, wie in der Bibel, daß Wesen von außen den geistigen Fortschritt bewirkt haben, der das Produkt der Erde, den Neandertaler, der in dieser Hinsicht nicht mehr war als eine besondere Art von Tier, zum über die Erde hinausstrebenden Menschen gemacht hat.

Als dritte Quelle soll nun noch eine Möglichkeit genutzt werden, die dem Menschen, der mit "beiden Beinen auf der Erde steht" und von den erstaunlichen Wirkungsmöglichkeiten des Geistes wenig gehört hat, sicherlich äußerst suspekt erscheint. Es ist die in neuerer Zeit wiederentdeckte Möglichkeit des sogenannten "Chaneling". "Chanel" heißt in der englischen Sprache bekanntlich "Kanal" und es handelt sich bei dem "chaneling" um die Schaffung einer sprachlichen Kanalverbindung über ein menschliches, dafür geeignetes Medium mit außerirdischen Intelligenzen. Wenn es funktioniert, schafft es die Möglichkeit, Fragen, die der Mensch mit seinem Wissen noch nicht beantworten kann, von Wesen mit höherer Intelligenz beantwortet zu bekommen. Was, wenn das erlangte Wissen weitergegeben wird, schließlich auch zum geistigen Fortschritt der Menschheit beitragen kann. Aus einem Buch, das über viele solcher Chaneling-Sitzungen berichtet, in denen vorwiegend Fragen zur Entstehung der Menschheit gestellt wurden, soll hier nun noch das zusammengefaßte Ergebnis wiedergegeben werden. Wobei in diesem Fall der kursiv gedruckte Text die Aussage des Buches und der normal gedruckte Text die zusammengefaßte Erläuterung des Autors zum Gesamtinhalt darstellt.

Eine moderne esoterische Darstellung der Anfänge der Menschheit (37)

In den frühen vierziger Jahren fand ein chinesischer Archäologe in Höhlen in den Bergen von Karo La an der Grenze zwischen Tibet und Westchina fünfundzwanzig steinerne Scheiben. Diese seltsamen Scheiben gehörten den Stämmen, die immer noch in diesen Höhlen leben. Die Hamm und Dropa sind anscheinend mit keiner anderen ethnischen Gruppe verwandt. Sie sind zierlich gebaut und etwa einen Meter zwanzig groß. Etwa fünfundzwanzig Jahre nach ihrer Entdeckung waren die Scheiben endlich entziffert. Die Schriftzeichen auf einer Scheibe lauteten: " Die Dropa kamen in ihren Gleitern vom Himmel. Unsere Männer, Frauen und Kinder verbargen sich zehnmal vor Sonnenaufgang in den Höhlen. Als sie schließlich die Zeichensprache der Dropas verstanden, erkannten sie, daß die Neuankömmlinge friedliche Absichten hatten."

Demnach gab es also Wesen von außerirdischen Zivilisationen, die den Planeten Erde aufsuchten. Die Wesen, die sich ursprünglich auf der Erde entwickelt hatten, gehörten zu den Abkömmlingen der Neandertaler oder der schwarzen Rasse . Die Orientalen, die Weißen und die Roten sind aus ihm gezüchtet worden. Dies geschah auf der Erde. Wahrscheinlich durch gezielte Veränderung der Gene der bereits auf der Erde vorhandenen Neandertaler.

So entstanden in der Zeit zwischen 50000 und 30000 v. Chr. menschliche Wesen , wie wir sie noch heute kennen, der Typ Cro Magnon Mensch, zu dem auch wir gehören. Die körperliche Basis, der Neandertaler, entwickelte sich aus diesem Planeten heraus. Für seine Entwicklung gilt im wesentlichen die Evolutionstheorie Darwins.

Nach der esoterischen Darstellung ging die Kolonisation folgendermaßen vor sich :

Eine kleine Zahl von Wesen kam auf die Erde und gründete die erste Zivilisation und zwar vor über 34000 Jahren . Dies geschah bei Aksu im Tarimbecken (Aksu liegt in der chinesischen Provinz Xinjiang auf 41,01 N, 80,02 O.) Als diese Kultur unterging, blieben kleine Gruppen übrig, die große Entfernungen zurücklegten, um ihre Gegend zu verlassen. Sie wanderten in drei Gebiete aus. Aksu war eine große Kultur, und außerhalb dieser Kultur gab es noch eine weitere, die von Atlantis. Das Ziel der Aksu-Kultur war, den Menschen die Sprache zu bringen . Aber das gelang nicht gut, denn die Kultur kam zu früh. Der Verstand und die Seele der neuen Menschen war noch nicht bereit dafür. Es war eine hohe Kultur, aber sie war nicht gut an den Planeten Erde angepaßt.

Der "Falke" war lange Zeit wegen der Aksu-Kultur auf der Erde. Er wurde "Falke" genannt, und später hieß er auch bei den Ägyptern so, weil die Frühmenschen ihn vom Himmel kommen sahen. Er kam in einem Fahrzeug und trug einen Anzug, der ihn einem Vogel ähnlich machte. Er brachte den Menschen die Sprache, daß sie sich verständigen konnten und neue Kenntnisse. Er brachte Wissen, Geräte und die Technologie, um starke Bauten zu errichten, den Boden für starkes Wachstum zu kultivieren und um sich selbst zu heilen. Der Durchschnittsmensch lebte damals zwanzig Jahre und die Kolonisatoren konnten die Lebenserwartung auf 120 bis 150 Jahre steigern. Die Menschen waren sehr beeindruckt vom Falken und er galt bei ihnen als Gott. Nach dem Falken setzte sein Sohn viele Jahre seine Arbeit in Aksu fort. Nach ihm lebte die Kultur nur noch 600 Jahre. Sie ging unter durch ein Naturereignis , das eine Polverschiebung bewirkte.

Es gab Mischlinge zwischen Menschen und den Kolonisatoren in Aksu, und es gab Kolonisten von anderen Planeten. Es gab jene , die von reinem Blut waren, jene, die Mischlinge zwischen einer Zivilisation und Erdmenschen waren, und Mischlinge, die sich wiederum mit einer anderen Zivilisation vermischt hatten .Die Menschen, die genetisch verändert worden waren, waren neugierig. Darum kam es innerhalb von 100 Jahren zu Auswanderungen. Als einige in abgelegene Gebiete gingen, gab es keine Verbindung mehr mit der Aksu-Kultur und es gab kulturelle Verwirrung. Es kam zu lokalen Entwicklungen und manchmal vermischten sich die Aussiedler mit den Menschen dieser Gebiete. Darum verloren sie Wissen und entwickelten sich zurück in einen primitiveren Zustand.

Ursprünglich, als die Menschen in Aksu genetisch ausgesät wurden, entwickelte man auch eine Kolonie zu Atlantis. Die atlantische Kultur war eine Aussaat , ähnlich wie die genetische Aussaat, die in Aksu geschah. Atlantis wurde von einer großen Zivilisation, die auf vielen Gebieten technologisch fortgeschritten war, entwickelt. Die Angehörigen der Zivilisation vermischten sich erneut mit jenen, die bereits verändert worden waren, und verbesserten sie weiter. Als Atlantis sich über ein enormes Gebiet ausdehnte und ferne Gegenden der Erde kolonisierte, gab es Schwierigkeiten, wie sie auch schon von Aksu geschildert wurden. Die sich immer weiter entfernenden Aussiedler vermischten sich mit den primitiven Menschen dieser Gegenden und ihre Kultur verfiel. So entstand ein Kulturgefälle vom Zentrum zu den Rändern hin.

Die Medizin der Kolonisatoren von Atlantis war der heutigen Medizin weit überlegen. Außerdem besaßen sie ursprünglich alles Wissen, um Gegenstände und sich selbst mit dem Geist zu bewegen. Was für sie neu war, das war das, was unterhalb ihrer Gürtellinie lag, und was für das Leben auf der Erde typisch ist : sexuelle Fortpflanzung und die damit verbundenen Freuden. Sie hatten Spaß daran, und sie benutzten ihr medizinisches Wissen deshalb nicht nur um ihre geistigen und körperlichen Fähigkeiten auszubauen, sondern auch um ihre Geschlechtsorgane und ihre Funktionen zu verbessern.

Auch dem frühen Ägypten wurde aus dem Wissen von Atlantis medizinisches und anderes Wissen gegeben. Die primitiven Menschen, die ursprünglich im Lande Ägypten lebten, waren aber sehr furchtsam aufgrund ihrer Einfachheit und ihrer teils bewußten teils unbewußten Erinnerung an vorangegangenen Zerstörungen durch Naturgewalten auf der Erde. Darum errichteten sie auf ihrem Glaubensgebäude ein großartiges System der Götterverehrung. Sie verehrten auch jene, die keine gute Gesinnung hatten; aber sie beschlossen dies zu übersehen, und gaben ihnen aus Furcht vor Schaden ein gutes Aussehen.

Die damals gesetzten und noch heute geltenden Ziele für die damals neu geschaffene Menschheit sind folgende :

a.: Daß die körperlichen Wesen auf dem Planeten Erde Bewußtsein und Verständnis erlangen, damit ihre Seelen sich entwickeln können, sodaß die Erde auf eine höhere Ebene angehoben werden kann und damit der Himmel, der den Planeten Erde umgibt, in der Entwicklung weiter vorankommt, so daß auch das Universum fortschreiten kann.

b. Daß die Wesen und Zivilisationen der Gegenseite (des erdgebundenen Bösen) zur Einsicht kommen, damit auch sie vollkommenes Gleichgewicht erlangen. c. Daß alle Wesen im Universum bald das Wissen und das Verständnis erlangen, das sie ganz macht.

d. Daß alle fortschreiten im Verständnis untereinander und zunehmen an Kraft, die gebraucht wird, damit jeder von uns die anderen zur Vollkommenheit führen kann, und damit alle aus der Dunkelheit zum Licht finden.

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Die Entwicklung des Menschen auf der Erde

Aus dem vorangegangenem Kapitel " Die Kolonisation der Erde und die Entwicklung des modernen Menschen" können damit folgende Schlußfolgerungen gezogen werden :

Die materielle Ausgangsbasis des Menschen ist der nach der Evolutionstheorie Darwins durch die Kräfte der Erde entstandene Neandertaler. Er liefert die körperliche Basis und die gut entwickelten Voraussetzungen zur Erhaltung der Art durch bewährte Verhaltensweisen und die Fähigkeit zur Anpassung an die unterschiedlichsten Lebensbedingungen, sowohl in seiner männlichen wie auch in seiner weiblichen Version.

Darüberhinausgehende Fähigkeiten konnte die Erde nicht vermitteln oder erzeugen. Das beweist auch das auf der Erde entstandene Reich der übrigen Lebewesen, das zwar hervorragend und weit besser als der Mensch an ihren Lebensraum angepaßte Schöpfungen aufweist , die aber nicht in der Lage sind, sich aus ihrem Spezialistendasein kreativ zu befreien, sobald eine größere Veränderung ihres Lebensraums eintritt.

Die Anthropologen können beweisen, daß vor ca 40 000 Jahren plötzlich ein neuer Typ Mensch auf der Erde erscheint. Geistige Fähigkeiten und ein verbesserter Körperbau zeigen, daß erhebliche genetische Verbesserungen diesen neuen Typ auszeichnen. Auf Grund dieser Fähigkeiten ist er in der Lage, den alten Neandertaler auf der ganzen Erde zum Verschwinden zu bringen. Darüberhinaus ist er so erfolgreich, daß er , mit nur geringen Verbesserungen und Anpassungsmerkmalen versehen, die aber am Grundtyp nichts verändern, heute die ganze Erde dominiert.

In dieser Zeit von vor 40 000 Jahren ist also etwas geschehen, was sich mit den normalen Vogängen auf der Erde nicht erklären läßt. Die heutigen materiellen Wissenschaften stehen vor einem Rätsel, das sie nicht lösen können, weil ihnen noch der Schlüssel dazu fehlt.

Ein von der Wissenschaft vielleicht anerkannter Schlüssel könnte zum Beispiel die Auffindung eines Raumfahrzeugs in einer asiatischen Wüste sein, dessen Alter man mit Sicherheit auf ca 40 000 Jahre bestimmen könnte und in dessen Umgebung man gut bestimmbare Reste von auf der Erde bisher unbekannten, vielleicht sogar menschenähnlichen Wesen und möglichst noch Reste von Instrumenten, die für medizinische Versuche und Genmanipulationen geeignet erscheinen, finden würde.

Diesen Schlüssel , oder einen ähnlichen, gibt es aber zur Zeit noch nicht und es ist unwahrscheinlich , daß es ihn in absehbarer Zeit geben wird. Um weiterzukommen, bleibt zur Zeit nur der Rückgriff auf die geistigen Wissenschaften, die ihr Wissen aus alten Schriften und Darstellungen, mündlicher Überlieferung oder über Medien beziehen , die in der Lage sind, in alte Zeiten zurückzublicken.

Nach diesen Wissenschaften sind vor ca 40 000 Jahren Wesen von Welten oder Zivilisationen, die außerhalb der Erde liegen , auf die Erde gekommen, um das Produkt der Erde, den in männlicher und weiblicher Form existierenden Neandertaler , so zu verbessern, daß er in der Lage ist, aus der Erde einen Ort zu machen, an dem auch sie gerne leben würden. Diese Aktionen fanden nach der Meinung der Anthroposophen in Zentralasien im Tarimbecken statt.

Aber auch die Bibel weist in Mose 1, 6 darauf hin, daß die "Kinder Gottes" , womit wohl auch Wesen von außerirdischen Welten gemeint sind, die Töchter der Menschen schön fanden und sie zu Weibern nahmen.

Aus dieser Verbindung entstanden "Gewaltige in der Welt und berühmte Männer". Der Ort an dem dieses stattfand wird in der Bibel nicht genannt, aber es dürfte sich um das "alte Atlantis" gehandelt haben, von dem im nächsten Kapitel die Rede sein wird, denn die dort lebenden Menschen und Halbgötter werden später, mit Ausnahme von Noah und seinen Angehörigen, in der Sintflut vernichtet. Aufgrund dieser zeitlichen Zuordnungsmöglichkeit der Bibelstelle kann auch gesagt werden, daß die Bibel nicht die allerersten Anfänge anspricht, sondern ein späteres Stadium der Entwicklung, was andererseits aber auch beweist, daß die außerirdische Einflußnahme auf die menschliche Entwicklung kein einmaliger Vorgang ist, sondern sich von Zeit zu Zeit wiederholt, wenn die Zeit dafür reif ist. Dies geht andererseits auch aus dem durch H.P. Blavatsky übermittelten alten Wissen Tibets und Indiens hervor.

Doch nun zurück zu den Anfängen : Nach entsprechender Vermehrung des neugeschaffenen Menschen wurde er in mehreren, klimatisch ähnlich liegenden Gebieten angesiedelt. Die heutige Wissenschaft ist sich nicht ganz einig über die Anzahl und genaue Lage dieser Gebiete, aber im wesentlichen dürfte es sich um Nordafrika, dem Ausgangspunkt der atlantischen Gruppe, um das Hochland von Persien, dem Ausgangspunkt der iranischen Gruppe und um Südostasien, dem Ausgangspunkt der asiatischen Gruppe gehandelt haben.

Wie bereits gesagt, war diese Verbesserung des Menschen ein voller und durchschlagender Erfolg. Es waren nur kleine Veränderungen nötig, für welche die der Erde eigenen Gesetze der Evolution ausreichten. Etwa 10 000 v. Chr. hatte der neue Mensch dann die ganze Erde besiedelt und die alte Form verdrängt. Sein Wissen und seine Kenntnisse übertrafen aber nach unserem bisherigen gesicherten Kenntnisstand die seines Vorgängers , des Neandertalers, in dieser Zeit nur wenig.

Daß er aber geistig durchaus in der Lage war, beachtliche kulturelle Leistungen zu vollbringen, beweisen die in den Höhlen Südfrankreichs und Nordspaniens erhaltenen künstlerisch hochwertigen Zeichnungen von Tieren und anderen Objekten, die über Jahrtausende durch die Natur bewahrt wurden. Die anthropologische Wissenschaft unterscheidet die jeweils nach ihren ersten Fundorten im südfranzösischen Aquitanien oder im nördlichen Spanien benannten Kulturen des Aurignacien um 23000 v. Chr. , das Magdalenien um 14000 v. Chr. und das Azilien - Tardenosien um 9500 v. Chr. Es ist erstaunlich, daß außer diesen in den Höhlen und auf Felswänden erhaltenen Malereien und Zeichnungen keine weiteren entsprechenden Produkte, beispielsweise im Bauwesen, aus dieser Zeit erhalten sind.

Diese eigenartig erscheinende Tatsache hat deshalb auch immer wieder zu der spekulativen Überlegung Anlaß gegeben, daß in dieser Zeit, zwischen ca 20 000 v. Chr. und ca 10 000 v. Chr. genügend Zeit gewesen wäre, um eine Hochkultur auf der Erde zu schaffen, die in ihrem Endstand das, was die Menschheit in ihrem neuen Anlauf heute nach etwa 9000 Jahren bereits erreicht hat, noch um etliches übertraf. Diese Kultur wird im allgemeinen als die von Atlantis bezeichnet und wir werden im weiteren Verlauf des Buches sehen, was an dieser Annahme begründet und was heute noch reine Spekulation ist. Mit Sicherheit kann man aber sagen, daß jeder, der sich mit der Kulturentwicklung der Menschheit, nicht nur auf der Basis bisher gesicherter naturwissenschaftlicher Erkenntnisse, befaßt, an dem Phänomen Atlantis nicht vorbeikommt.

Doch bleiben wir vorerst einmal bei dem nicht mit der atlantischen Kultur in Berührung gekommenen neuen Menschen um 10 000 v. Chr., von dem ausreichend archaeologisch gesichertes Material vorliegt. Seine Art zu leben hatte gegenüber der des Neandertalers nur geringe Verbesserungen erfahren. Er lebt im Organisationsverband der Horde, ernährt sich als Sammler und Jäger, benutzt Werkzeuge aus Naturprodukten wie Stein, Holz und Horn und erschlägt oder tötet jeden, der ihm seinen Jagdbezirk streitig machen will. Der Fortschritt bestand im wesentlichen aus verbesserten Werkzeugen.

Mit Beginn der Jungsteinzeit , die je nach Land zwischen 8000 v.Chr. und 6000 v. Chr. datiert wird , gibt es nun einen durch Ausgrabungsergebnisse bestätigten großen Schritt nach vorn. Der Mensch beginnt seßhaft zu werden. Er hält Haustiere : Rind, Schaf, Schwein und Ziege und er baut eine ganze Reihe von Getreide und Gemüsesorten an und vergrößert und verbessert damit seine Ernährungsbasis.

Woher kommen die Haustiere plötzlich , und wer hat die Menschen gelehrt, wie man Getreide und Gemüse sinnvoll und effektiv anbaut ? Die darwinistisch orientierte Wissenschaft formuliert es vorsichtig so : " Der Mensch lernt "...... zum Beispiel : "Gemüse anzubauen." Oder : " Der Mensch züchtet Haustiere". Woher lernt er plötzlich Gemüse anzubauen, oder wer sagte ihm, wie man Haustiere züchten kann , wo doch jeder gebildete Mensch von heute zu wissen meint, daß die Gesetze der Vererbung, deren Kenntnis die Voraussetzung für jede erfolgreiche Zucht ist , erst etwa 1900 Jahre n. Chr. entdeckt wurden .

Und warum hat er dies nicht schon früher getan, da sich doch seine geistigen Fähigkeiten nicht weiterentwickelt haben ? Außerdem ist erwiesen, daß es bis zur heutigen Zeit, in der man anfängt, Erbanlagen durch Manipulationen an den Genen zu verändern, keine den damaligen , in einem entwicklungsgeschichtlich sehr kurzem Zeitraum auftretende, gewaltigen Fortschritten entsprechende Veränderungen, die dazu noch weltweit auftreten, bei Tieren oder Pflanzen gegeben hat.

Es ist so gut wie sicher, und die Überlieferung des mesopotamischen Kulturkreises ,von dem in späteren Kapiteln noch die Rede sein wird, berichtet dies auch, daß auch hier Wesen mit höheren Fähigkeiten , die deshalb auch als Götter verehrt wurden, dem Menschen geholfen haben, den nächsten Schritt zu einem besseren Leben zu machen. Nämlich als sie sahen, daß er, allein auf sich gestellt, nicht weiterkam.

Die Orte, an denen diese Hilfestellung stattfand, waren im westlichen Raum mit großer Wahrscheinlichkeit die damals paradiesisch fruchtbaren Hochländer des Iran, das Hochland von Anatolien - in dem man die eigenartige Stadt Catal Hüyük aus dieser Zeit entdeckte - die Hochländer in der damals noch fruchtbaren Sahara und vielleicht auch schon die Hochebenen Südspaniens. Auch im ostasiatischen Raum wird es entsprechende Hochländer gegeben haben.

Die Tatsache, daß die Hochländer der Erde bevorzugte Bereiche für die Einflußnahme außerirdischer Kulturbringer waren, erlaubt einige Rückschlüsse, auf die in späteren Kapiteln noch näher eingegangen wird.

Die geleistete Hilfe bestand unter anderem darin, daß aus dem auf der Erde existierendem Tier- und Pflanzenmaterial geeignete Objekte durch Genmanipulation so verändert wurden, daß sie zum Beispiel das friedliche und passive Verhalten von Haustieren wie Rind, Schwein oder Schaf annahmen, die sich ohne Widerstand vom Menschen halten und abschlachten lassen. Und daß auf der anderen Seite Getreidesorten geschaffen oder verbessert wurden, deren Anbau die Versorgung der Menschen mit Korn bis zur nächsten Ernte sicherstellte. Daß aber darüber hinaus der Mensch durch Vorbild oder Inspiration auch dazu gebracht wurde, diese für den Menschen völlig neuen Möglichkeiten zu nutzen.

Diese Verbesserungen seiner Lebensumstände ermöglichen dem Menschen nun ein seßhaftes Leben, das einige Zeit danach die nächsten großen Schritte ermöglicht. Denn im Jahr 4500 v. Chr. wird die erste bekannte, gut organisierte Stadt im Industal gebaut. Mohenjo - Daro ist ihr Name und sie besitzt Steinhäuser, rechtwinklig zueinander angelegte Straßen, Bäder, Wasser- und Abwasserleitungen.

Woher kommt in dieser Zeit das Wissen, eine solche Stadt zu bauen ? Wer organisierte eine solche kulturelle Großtat ? Es ist unvorstellbar, daß die damaligen Menschen ohne die Hilfe einer viel weiter entwickelten Kultur, dazu in der Lage waren. Im Europa des Mittelalters hatten die Menschen 6000 Jahre später von sich aus noch nicht erkannt, welche Gefahren entstehen, wenn Trinkwasser und Abwässer nicht sorgfältig getrennt werden.

Nur 1000 Jahre später gibt es dann auch im westlichen Bereich die ersten bekannten Großbauten. Auf Malta, im Siedlungsbereich der atlantischen Gruppe entstehen die Tempel von Tarxien. Von Tharsis, auf das wir noch kommen und das mit hoher Wahrscheinlichkeit mit dem Atlantis Platons identisch ist, wissen wir aus der in Ägypten aufgezeichneten schriftlichen Überlieferung, die dann über Platon auf uns kam, daß außerirdische Kräfte bei der Erstellung der Stadt und der Einrichtung des Staatswesens entscheidenden Einfluß nahmen.

Tharsis wurde dann das Vorbild für die Nachfolgestaaten oder Tochtergründungen Ägypten, Kreta, Mykene, Troja, Tyrus, Karthago und Etrurien . Zu dem vorher nicht bekannten Wissen , das nach Platon und ägyptischen Aufzeichnungen den in der atlantischen Tradition stehenden Staaten in dieser Zeit zur Verfügung stand, gehörten in den Bereichen :

a.) Staatsorganisation : König und Kastenwesen, Rechtswesen, Ackerbau und Viehzucht, Anlage von komplizierten Bewässerungsanlagen, Pflanzenbehandlung der Nutzpflanzen, Haustiere.

b.) Medizin : Kenntnis des Körpers des Menschen, Operationstechnik, Heilkräfte der Natur, Heilpflanzen.

c.) Kriegswesen : Berufssoldatentum, Rüstungs- und Kriegstechnik , von Pferden gezogene Streitwagen, Speere, Schilde, Helme, Panzerung.

d.) Metallbehandlung und Gewinnung : Gold , Silber, Kupfer, Zinn, Bronze, Eisen und Zusatzstoffe Antimon, Blei, Zink.

e.) Architektur: Anlage und Bau von Palästen und Tempeln , Bau von Steinhäusern, Wasser-, Sanitär- und Abwasseranlagen, Behandlung von Naturstein, Steinbruch und Tunnelbau, Gewinnung großer exakt geschnittener Steine, Transport und genaue Ausrichtung der Steine. Gewinnung und Verarbeitung von Kalkmörtel, Zement und Beton. f.) Schiffahrt : Anlage von Häfen und Kanälen, Bau von Schiffen.

g.) Wasserwirtschaft : Anlage von Staubecken, Be- und Entwässerungskanälen, Bau von unterirdischen Wasserleitungen.

Die aus dem atlantischen Wissen entstandenen Großbauten Ägyptens, seien es die Wasserbauten, seien es die Tempel oder Pyramiden, die nach 3000 v. Chr. entstehen, stellen noch heute technische Meisterleistungen dar und wären wohl selbst mit den uns heute zur Verfügung stehenden modernen Mitteln teilweise in dieser Form nicht nachzubauen. Auch hier muß heute nicht mehr bekanntes Wissen einer höher entwickelten Kultur verwendet worden sein, das natürlich auch für den damaligen Menschen völlig neu war. Für die Erstellung der Pyramidenbauten , die mit höchster Präzision erfolgte, gibt es in Ägypten, im Gegensatz zu anderen Bauprojekten, keinerlei Unterlagen . Sie wurden offenbar bewußt, aus welchen Gründen auch immer, vollständig beseitigt.

Auf das Rätsel, das die Pyramiden heute noch aufgeben, wird im späteren Kapitel über Ägypten noch näher eingegangen.

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Erste Städte und Kulturen

Das sagenhafte alte Atlantis I im Bermuda Dreieck .

Es gilt heutzutage als wissenschaftlich erwiesen, daß vor etwa 10000 bis 12000 Jahren, oder einer Datierung des alten Maya Kalenders folgend, genau 8500 v. Chr. (2a), ein verheerendes Ereignis über die Erde hereingebrochen ist, das weitreichende Folgen für das damalige Leben auf der Erde und erhebliche Umschichtungen im Bereich von Landmassen und Meeresgebieten mit sich brachte. So wurden unter anderem im sibirischen Eis Mammuts gefunden, deren Fleisch so schnell gefroren worden war, daß es noch heute, Jahrtausende nach dem Einfrieren, genießbar war (2a). In Flußpferden und anderen für Sibirien nicht typischen Tieren fand man unverdaute Nahrung, die aus Pflanzen bestand, die in Sibirien längst nicht mehr vorkommen. In Nordsibirien, Alaska und Nordkanada wurden auf natürlichen Erhebungen in der Landschaft derartig viele Knochen plötzlich zugrunde gegangener Tiere gefunden, daß der Gipfel dieser Erhebungen fast nur aus diesen Knochen besteht.

Aber auch aus anderen Teilen der Erde gibt es Beweise für die gleichzeitige Vernichtung ganzer Herden von Tieren, die weit entfernt von ihrer urspünglichen Heimat aufgefunden wurden. So gibt es beispielsweise einen riesigen Elefantenfriedhof in den kolumbianischen Anden (2a) und ein gewaltiges Feld von toten See-Elefanten vor der Küste von Georgia. All dieses deutet darauf hin , daß große Gebiete der Erde in dieser Zeit von einem plözlich eintretenden Klimawechsel, verbunden mit riesigen Überflutungen weiter Gebiete des Festlands getroffen wurden. Dieser Klimawechsel, der eine Zeit zunehmender Erwärmung der Erde für Jahrhunderte in das Gegenteil, nämlich eine rapide Abkühlung mit weitreichenden Folgen für Flora und Fauna verwandelte, die Wissenschaft spricht von der Dryas oder Tundrenzeit und datiert sie zwischen 9000 und 8000 v. Chr., dauerte mehrere Jahrhunderte, wenn nicht sogar ein ganzes Jahrtausend, bis sich wieder die zunehmende Erwärmung durchsetzte.

Nach dem heutigen Stand des Wissens gibt es für diese Erscheinungen nur eine alle bisher bekannten Details dieser Katastrophe erklärende Theorie. Sie besagt, daß um diese Zeit ein riesiger Meteorit oder Asteroid die Erde getroffen haben muß.

Er hatte soviel Energie, daß er fähig war, die Kreiselkräfte der Erde zu stören. Der Kreisel Erde geriet ins Taumeln, wobei die Meere aufgrund ihrer Massenkräfte ihr natürliches Bett verließen und in gewaltigen Flutwellen über die tiefer gelegenen Landgebiete hinwegbrausten, wobei sie alles tierische und menschliche Leben mit sich fortrissen und an bestimmten Stellen, wo die Strömung zur Ruhe kam , ablagerten. In anderen Gebieten , in denen das Wasser wegen der großen Entfernungen zu den Meeren langsamer stieg, konnten sich die Tiere noch auf Erhebungen flüchten, bevor das weiter steigende Wasser sie auch hier ertränkte.

In der Erinnerung aller Völker der Erde lebt dieses Ereignis weiter als die Geschichte von der großen Sintflut, in der nur das überlebte, was sich vorher in die Sicherheit eines zu diesem Zweck gebauten Schiffes oder Floßes begab, oder durch Anklammern an schwimmende Balken oder ähnliches und Angespültwerden an die Gipfel eines herausragenden Gebirges gerettet wurde.

Zusätzlich zu der Wirkung des Asteroiden wird heute von der Wissenschaft angenommen, daß die Erde aufgrund der in der letzten Eiszeit auf den Gebirgen Nordeuropas aufgetürmten Eismassen, die eine Höhe von mehreren Kilometern erreichten, bereits eine erhebliche Instabilität angesammelt hatte, die durch den Meteoreinschlag dann ausgelöst wurde und zu einem Kippen der Erdachse führte. Durch Messungen des Restmagnetismus in vorher abgelagerten Gesteinen ist jedenfalls festgestellt worden, daß sich als mögliches Ergebnis beider Einflüsse zu dieser Zeit der geographische Nordpol um 3500 Km von Grönland, seiner damaligen Lage, (18) von Europa weg in Richtung Norden verschoben hat. Er kam dadurch in das heutige nördliche Eismeer zu liegen und die hier erneut stattfindende Eisbildung geschah nun im Wasser und nicht mehr über einer gebirgigen Landmasse. Umgekehrt verhielt es sich am Südpol. Hier verlagerte sich die Eisbildung auf die bis dahin weitgehend eisfreie Landmasse der Antarktis

Obwohl man annehmen könnte, daß beide Veränderungen sich zum Teil in ihrer Wirkung ausglichen, stieg in der Folgezeit, die dazu noch mit einer Erwärmung und einem Ende der Eiszeit verbunden war, der Meeresspiegel weltweit erheblich an.

Die Angaben über die Erhöhung schwanken zwischen 100 und 180 Metern. Die Angaben sind auch deshalb schwankend, weil sie überlagert wurden von einem gleichzeitigen Anstieg großer Landmassen, die von dem Druck des auf ihnen lastenden Eises befreit , sich wie eine Eisscholle schwimmend nach oben bewegten. Dies gilt beispielsweise für die nördlich Spaniens liegenden Gebiete Südwestfrankreichs.

Ein Gebiet, welches durch die Katastrophe besonders schwer getroffen wurde, war die Landmasse von Nord- und Südamerika. So wie es sich heute darstellt, war der Einschlagsort des Asteroiden wahrscheinlich das Gebiet, das heute als Bermuda - Dreieck (2a) einen etwas zweifelhaften Ruhm genießt, weil in ihm durch noch nicht geklärte Naturkräfte unverhältnismäßig viele Schiffe und Flugzeuge verloren gehen. Durch die Nähe zu den Küsten Amerikas und dadurch, daß sowohl Nord- wie auch Südamerika zum Atlantik hin offen und durch kein größeres Gebirge wirkungsvoll geschützt sind, haben sich die Einschlagsenergie und die nachfolgenden Meereswogen hier offenbar besonders verheerend ausgewirkt. Das Ergebnis war jedenfalls , daß in den niedrig liegenden Gebieten Nord- und Südamerika wahrscheinlich kein menschliches Leben erhalten blieb und das Gleiche gilt für die vor Amerika liegenden riesigen Landgebiete und Inseln, auf denen man heute das sagenhafte alte Atlantis vermutet.

Diese Gebiete sind heutzutage vom Meer mit unterschiedlicher Tiefe bedeckt und nur die Gipfel einiger ehemaliger Berge ragen als Inseln aus dem Meer hervor und dienen als Orientierungshilfe für die Lage des Gebietes.

Das Zentrum dieses ehemaligen Landes sind die riesigen Bahama Bänke in deren Zentrum sich die heutigen Inseln Andros, Exuma und Eleuthera befinden. Westlich von ihnen befindet sich die sogenannte Tongue of Ocean, ein Tiefwassergraben mit Wassertiefen um 8000m, der in seinem südlichen Teil in ein nahezu kreisrundes tiefes Loch von 60 Km Durchmesser und ungeklärter Tiefe mündet, das möglicherweise den Einschlagskrater des Asteroiden darstellt.

Auf diesem Bahama Plateau wurden die erstaunlichsten Funde gemacht. Es bildete vor der Überflutung infolge des Anstiegs des Meeresspiegels ein ausgedehntes Landgebiet mit Buchten und Binnengewässern, das aus einer einzigen oder mehreren großen Inseln bestand. Von 1968 bis zur heutigen Zeit wurden hier überraschende Entdeckungen gemacht, die alle darauf hindeuten, daß dieses Gebiet vor seiner Zerstörung durch den Asteroiden und spätere Überflutung durch das Meer eine vielfältige und bedeutende Kultur getragen hat.

In der Nähe von Bimini wurden unter Wasser Anlagen gefunden, die man für Straßen, Terrasen, Hafenanlagen oder eingestürzte Wälle halten könnte. In der Verwendung von riesigen zyklopischen Steinen erinnern sie an die Bauten der Vor-Inkazeit in Peru oder die zyklopische Bauweise, die in Mykene, Kanaan oder in den Megalithgräbern Spaniens oder Westeuropas praktiziert wurde. Der berühmteste Fund ist der Bimini Wall oder Bimini Straße, die 1968 entdeckt wurde und sich als ein ausgedehntes Pflaster recht- und vieleckig geformter Steine von verschiedener Größe und Stärke darstellt. Viele der verwendeten Steine sind dabei rechteckig oder nahezu perfekt würfelförmig , was in der Natur in Wiederholung so gut wie nie vorkommt. Die größeren drei- bis viereinhalb Meter langen Steine bilden geradlinig verlaufende Avenuen mit zwei parallelen "Fahrbahnen" , die von zwei Erweiterungen unterbrochen werden, auf denen sich sehr große , flache Steine befinden, deren Enden auf vertikal aufgerichteten Steinen liegen.

Diese Bauweise ist der bei westeuropäischen Dolmen verwendeten durchaus vergleichbar.

Das südöstliche Ende dieser "Straßenanlage" endet in einer geschwungenen Kurve, die an anderer Stelle wieder auftaucht und den Eindruck erweckt, als wenn sie um ganz Bimini herum- und noch darüber hinaus geführt hätte. Drei kurze, aus exakt aneinandergefügten großen Steinen bestehende Dämme sind von gleicher Breite und enden in Ecksteinen. Da sich alle diese Anlagen unter Wasser befinden, ist es schwierig, Arbeiten vorzunehmen, die einer Ausgrabung auf dem trockenen Land entsprechen würden. Es war deshalb nur erfahrenen Tauchern möglich, festzustellen, daß die klobigen Säulen, auf denen einige der Steine des Bimini Walls ruhen, eindeutig nicht natürlich in diese Position gebracht sein können und zumindestens Teile der Anlage deshalb künstlich erstellt wurden.. Andererseits wurden im Seegebiet der Bahama Bänke, sowie auf dem Meeresgrund in der Nähe von Kuba, Haiti und Santo Domingo weitere wie von Menschenhand geformte Bauten festgestellt .

Manche dieser Bauten sehen wie Pyramiden, Tempelterrassen oder ungeheure Kuppelbauten aus. Nördlich von Puerto Rico wurden in den Fels des Schelfs gehauene Stufen einer Treppe gefunden, die wahrscheinlich zum ehemaligen Rand des Meeres führte, wie es vor 12000 Jahren aussah, und Taucher, die den versunkenen Anker einer spanischen Galeone fanden, kratzten bei seiner Untersuchung den Boden auf und entdeckten, daß er auf dem Mosaikboden einer Terrasse lag, die wahrscheinlich vor Tausenden von Jahren vom Meer bedeckt worden war.

Alles dies deutet tatsächlich darauf hin, daß hier unter dem Meer die Überreste einer großen Kultur ruhen, die mit dem Einschlag des Asteroiden nahezu vollständig vernichtet wurde. Nahezu deshalb, weil die Megalithbauten auf dem westeuropäischen Ufer des Atlantiks und in Kanaan zeigen, daß es Überlebende dieser Kultur in diesen Gebieten gegeben haben muß, die in der Lage waren, nach einiger Zeit der Erholung einiges von den Errungenschaften dieser hohen Kultur wieder aufleben zu lassen und damit in die geschichtliche Zeit hinüberzuretten. Dies beispielsweise, indem sie wieder begannen, im megalithischen Stil der untergegangenen Kultur, an die sie sich noch gut erinnern konnten, zu bauen. Die technischen Fähigkeiten, die dieser großen atlantischen Kultur darüber hinaus in alten indischen Schriften wie dem Mahabharata nachgesagt werden, nämlich, daß sie sogar in der Lage war, Fluggeräte und Waffen zu produzieren, die heutigen Atomwaffen sehr ähnlich sind (2a), waren aber in der Katastrophe und dem Jahrtausende dauernden Erholungsprozeß der Überlebenden, die Wichtigeres zu tun hatten, als Bomben und Flugzeuge zu bauen, verlorengegangen.

Wie ausgerechnet die weitab lebenden Inder dazu kamen, die Kunde von diesen versunkenen Ländern (3) und ihrer hohen Kultur bis in die heutige Zeit hinüberzuretten, das wird der weitere Inhalt dieses Buches zeigen, das die Spuren der Atlanter, der Nachkommen der "Götter und der Riesen", wie sie sich selbst nannten, oder der "Tyrannen und Gewaltigen auf der Erde", wie die Bibel sie bezeichnet (1 Mose,6) bis in die heutige Zeit hinein verfolgen wird. Dabei wird selbstverständlich auch auf die anderen Menschen und Kulturen eingegangen, die das Wissen und das Werden unserer heutigen westlichen Zivilisation und seiner Menschen mitbestimmt haben und weiterhin mitbestimmen.

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Erste bekannte Zivilisationen in den Hochländern, die erstaunliche Stadt Catal Hüyük (20)

Es ist nicht verwunderlich , daß nach der weltweiten Katastrophe der großen Sintflut von 8500 v. Chr., die über 10 Millionen Menschen das Leben kostete- und das war zu dieser Zeit nach den Bevölkerungsschätzungen vor und nach der Katastrophe etwa 2/3 der auf der Erde existierenden Menschheit (0,18)- das erste kulturelle Leben sich auf den geschützt liegenden Hochflächen klimatisch günstig gelegener Gebiete entwickelte. Diese Hochflächen waren den um die Erde brausenden Wassermassen der Meere weitgehend entgangen und wurden im wesentlichen nur durch Erdbeben und die jahrelang andauernden immensen Regenfälle, verbunden mit einer erheblichen Abkühlung des Klimas, betroffen. Dieser Abkühlung konnte der Mensch in dieser Zeit auf die Dauer nur dadurch entgehen, daß er sich in das Innere der Erde, in vorhandene oder künstlich von ihm geschaffene Höhlen zurückzog, denn nur dank der hier vorhandenen Erdwärme war auf die Dauer ein Überleben unter den widrigen Bedingungen dieser Zeit möglich.

So gehörten unter anderem die natürlichen Höhlen Südfrankreichs und Nordspaniens, die künstlich geschaffenen Höhlen von Los Millares in Ostandalusien und die Höhlen auf den Hochflächen Anatoliens zu den heute bekannten Stätten, in denen ein Teil der Menschheit überlebte, und von denen sich neues kulturelles Leben ausbreitete. So erstaunt es nicht, daß auch die älteste heute bekannte Stadt auf einer dieser Hochflächen, nämlich in Anatolien, gefunden wurde und ihr besonderer Baustil wird angesichts der Tatsache, daß die Menschen in dieser Zeit seit vielen Generationen in Höhlen gelebt hatten, verständlich.

Doch bevor hier näher auf die Art der Funde eingegangen wird, ist es nötig, sich die Lage des Fundortes und sein Aussehen zur Zeit der Entstehung der Siedlung vor Augen zu führen. Mit Anatolien handelte es sich um ein in der damaligen Zeit sehr fruchtbares Hochland, in dem sich reichlich Flüsse und große Seen befanden, die wahrscheinlich nicht zuletzt durch die immensen Regenfälle, die in den Jahren nach dem Asteroideneinschlag niedergingen, entstanden waren. Die daraus resultierende höhere Luftfeuchtigkeit , verbunden mit der wiedereinsetzenden Wärme der südlichen Lage, förderte einen reichen Pflanzen und Baumwuchs und schuf damit die Voraussetzungen für ein reiches Tierleben. Es herrschten dort also geradezu paradiesische Verhältnisse, die noch dazu durch hohe Gebirgsketten gegen eine möglicherweise feindlich gesinnte Umwelt abgeschirmt wurden. Wie wir noch sehen werden, herrschten auch im Hochland von Iran in dieser Zeit ähnlich günstige Bedingungen und auf den Hochländern der Sahara und Iberiens dürfte es ähnlich ausgesehen haben.

Wie die Hochländer Iberiens und des Iran verfügte auch das Hochland von Anatolien dazu noch um in erreichbarer Nähe liegende reiche Vorkommen an Gold, Silber, Kupfer und anderen Erzen. Eine Besonderheit bildete das Vorkommen von Obsidian, einem glasartigen vulkanischem Produkt, das sich hervorragend zur Herstellung von Schneidwaren und Luxusartikeln eignete. Es ist also durchaus denkbar, daß schon vor der Katastrophe des Asteroideneinschlags hier aus diesen Gründen eine große Anzahl von Menschen lebte und mit dem Abbau der Bodenschätze beschäftigt war.

In den sechziger Jahren dieses Jahrhunderts machte sich nun der holländisch - britische Archäologe James Mellaart daran, den in der heute fast baumlosen Landschaft des Hochlandes von Anatolien liegenden Doppelhügel von Catal Hüyük auszugraben. Was er hier inmitten der Weizenfelder einer weiten Schwemmlandebene fand, machte ihn in kurzer Zeit weltberühmt in der archaeologischen Wissenschaft. Die Ergebnisse seiner Ausgrabungen und die daraus gezogenen Schlüsse veröffentlichte er 1967 in seinem Buch : Catal Hüyük, Stadt aus der Steinzeit.

Er entdeckte einen Siedlungsplatz, der auf Grund seines Umfangs die Bezeichnung Stadt durchaus verdient und dessen Alter mit der Radiokarbonmethode auf ca. 6000 v. Chr. festgestellt wurde. Das war 3000 bis 4000 Jahre früher als die Städte des Zweistromlandes und 2000 Jahre später als die zur Zeit älteste bekannte umwallte Oasensiedlung der Welt in Jericho aus der Zeit um 8000 v. Chr. Zudem lag die neu gefundene Stadt sehr viel weiter westlich als alles bis dahin bekannte.

Es gab zu dieser Zeit auch schon andere Fundorte von Besiedlung in dieser - von der Wissenschaft als "Jungsteinzeit" oder "Neolithikum" bezeichneten Zeit in Anatolien. Aber was hier gefunden wurde, gab der Besiedlung und der Kultur dieser Zeit eine ganz neue Dimension. Mellaart fand eine Stadt in einer Bauform, wie sie später im westlichen Kulturkreis nie mehr vorkommt. Die Häuser hatten glatte weiße Mauern ohne jeden Durchbruch. Der Zugang zum Haus erfolgte durch eine Öffnung in der Decke, durch die man mit Hilfe einer Leiter in das Innere gelangte. Das ganze hatte eine Höhlencharakter, und man kann sich gut vorstellen, daß es ursprünglich eine aus dem Leben in Höhlen abgeleitete Architektur ist. Mellaart fand in dieser Stadt, deren Radiokarbondaten für die einzelnen Besiedlungsschichten von 6500 v. Chr. bis 5700 v. Chr. reichen, eine bis dahin für diese Zeit unvorstellbar hohe Kultur. Die Funde stellten darüber hinaus alle bis dahin geltenden Vorstellungen der Entwicklung der menschlichen Kultur in Frage .Wurde doch diese Zeit von der Wissenschaft als "akeramisch " bezeichnet, das heißt, die fortgeschrittene Kulturstufe der gebrannten Keramik galt als noch nicht erreicht, ebenso hielt man die Gewinnung und Bearbeitung von Metallen für noch völlig unbekannt.

Die Bewohner von Catal Hüyük jedoch konnten sich bereits in dieser Zeit des Luxus von Obsidianspiegeln, Zeremonialdolchen und Metallschmuckstücken erfreuen. Kupfer und Blei wurden geschmolzen und zu Schmuckperlen, Zylindern und möglicherweise kleinen Gefäßen verarbeitet. Die Holzgefäße aus Catal Hüyük sind vielgestaltig und differenziert und auch eine Verarbeitung von Wolle zu mehrfarbigen Textilprodukten ist nach Aussagen von Mellaart bereits voll entwickelt.

Doch nun zur eigenartigen Architektur dieser ersten bisher bekannten Stadt : Man baute, wie auch später in Mesopotamien, aus luftgetrockneten Lehmziegeln . Jedes Haus hatte eigene Wände. Die Wände wurden mit einem feinen weißen Ton sowohl von innen wie von außen verputzt. Der Verputz wurde wahrscheinlich jährlich nach den Regenfällen im Winterhalbjahr erneuert. Es wurden bis zu 120 Putzlagen an Gebäuden festgestellt. Aus den Funddaten ist zu schließen, daß alte und baufällig gewordene Häuser abgerissen wurden. Das Dach mit den tragenden Balken wurde entfernt, die Mauerpfosten wurden herausgerissen und die oberen Teile der alten Mauer abgeschlagen . Der Lehmschutt wurde dann planiert und auf den verbliebenen Grundmauern die neuen Mauern errichtet . Darauf wurde dann das Dach, möglicherweise auch mit erneuerter Balkenlage, wieder aufgelegt.

Die bei den unteren Mauerresten erkannten 100 und mehr Putzlagen zeigen, daß die Gebäude anfänglich sehr alt wurden.

In späteren Zeiten, die sich in den oberen Schichten dokumentieren, wurden die Gebäude, wahrscheinlich durch Brand , vorzeitig zerstört, die Anzahl der Putzlagen ist viel geringer.

Die Öffnungen im Dach, durch die man ausschließlich in die Häuser gelangen konnte, dienten außer als Zugang auch als Rauchabzug, denn darunter befand sich der Herd und der Backofen. In den Schlaf- Wohnküchen gab es außerdem steinerne Plattformen, die sogfältig verputzt und teilweise mit Matten belegt waren . Sie dienten zum Sitzen, arbeiten und schlafen. Unter den Plattformen wurden die Toten bestattet. Aus ihnen konnte man auch auf die Zugehörigkeit der Plattformen schließen. Eine kleinere Eckplattform gehörte dem Vater, die größere Hauptplattform der Mutter mit den Kindern. Manche Häuser hatten auch zusätzliche Plattformen, keines aber mehr als acht. Es gab eine gut entwickelte Vorratswirtschaft. Korn wurde in Körben, Häuten oder Tongefäßen aufbewahrt und zwar so, daß die zum Verbrauch bestimmte Menge unten durch eine Öffnung entnommen wurde. Das sicherte, daß kein Vorrat zu lange gelagert wurde. Darüber hinaus waren einzelne Häuser als zentrale Vorratshäuser eingerichtet. In tönernen Behältern befanden sich Steinäxte, Schleifsteine, Schleudermunition und Knochenstückchen.

Die relative Wohlhabenheit dokumentiert sich in den Grabbeigaben mit denen einige Tote bestattet worden waren. Es fanden sich dort Schmuck, Obsidianspiegel, feine Feuersteindolche, steinerne Schnabelgefäße, Holzschüsseln, Kästen und Körbe mit Lebensmitteln. Dazu bei den Frauen Geräte zur Schönheitspflege und kunstreiche Halsbänder. Die Männer hatten polierte Steinkeulen, Messer und Feuerzeuge, die aus Flintstein und einem Stück Schwefel bestanden.

Um das Jahr 5880 v. Chr.zerstörte eine Brandkatastrophe die Stadt. Die Hitze war dabei so mächtig, daß sie metertief in den Boden drang und Erde, Knochen und Grabbeigaben verkohlen ließ. Fäulnisbakterien konnten deshalb Tuche, Pelze, Leder, Holz und Nahrungsmittel nicht mehr angreifen und sie blieben so dem Ausgräber erhalten. In der nächsthöheren Schicht , die um 5700 v. Chr. datiert wird, finden sich dann, vielleicht als Erfahrung aus der Brandkatastrophe, die ersten keramischen Produkte, die aber noch weitgehend die vorhergegangenen Holzprodukte nachahmen. Die Speise der Bewohner der Stadt bestand aus 14 gezüchteten Nutzpflanzenarten, darunter mehreren Weizensorten ( Dinkel und Emmer ), Gerste und Felderbsen. Aus einem dem Senf verwandten Kraut gewann man wahrscheinlich Pflanzenöl. Mandeln, Eicheln, Pistazien und die süß schmeckenden Früchte des Zürgelbaums vervollständigten die Palette der Pflanzenkost.

Schon in den untersten Schichten von Catal Hüyük fand Mellaart aber auch Knochen von Schafen und Ziegen, die möglicherweise bereits domestiziert waren oder wurden. Aus dem umgebenden Jagdparadies stammen die Knochen von dem mit dem Hausrind verwandten Auerochsen, von Rot- und Schwarzwild, Wildeseln, Wölfen, Gazellen und Leoparden. Die in den jüngeren Schichten gefundenen kleineren Pfeil- und Speerspitzen deuten darauf hin, daß das Großwild allmählich abnahm und vorzugsweise Kleinwild als Beute in Frage kam. Die aufgefundenen Skelette wurden von Lawrence Angel von der Smithonian Institution untersucht und lieferten interessante Daten über die Größe, den Gesundheitszustand und die Lebensdauer der Bewohner. Danach waren die Männer durchschnittlich 1,70m , die Frauen 1,56m groß. Die Männer wiesen oft Schädelverletzungen auf. Sie wurden durchschnittlich etwa 34 höchstens jedoch 40 Jahre alt, die Frauen kamen selten über 30 Jahre hinaus.

Beachtlicher als alles andere waren jedoch die Entdeckung der künstlerischen Werke dieser Zeit in Catal Hüyük. In einer großen Zahl von Häusern der verschiedenen Siedlungsschichten wurden Wandmalereien entdeckt. Außerdem gab es bemalte Gipsreliefs, Statuen und sogenannte Bukranien, das sind Stirnbeine und Gehörne wilder Stiere. Neben vielen dekorativen Wandbildern gibt es Jagdscenen wie in den Höhlenmalereien, ein Landschaftsgemälde und bei den Reliefs wahrscheinlich vom Götterkult bestimmte Bildwerke.

Ob die besonders reich mit derartigen Kunstwerken ausgestatteten Häuser Kultstätten waren oder nur besonders kreativen oder vermögenden Besitzern gehörten, vielleich auch Priestern oder Priesterinnen, ließ sich nicht feststellen. Bemerkenswert ist jedoch, daß die Bildwerke zum Teil später übertüncht und darauf manchmal auch wieder erneuert wurden. In der übrigen Ausstattung entsprechen diese Häuser jedenfalls dem üblichen Wohnkomfort. Es gibt Herde , Backöfen und Plattformen, unter denen auch Tote beigesetzt wurden.

In die Wandreliefs wurden vorhandene Produkte der Natur wie Schädel von Geier, Fuchs und Wiesel eingelassen. Auch weibliche Brüste wurden als Motiv für die Reliefs verwendet, vielleicht als Reliefentsprechung der vollplastischen Darstellung der bekannten Muttergöttin, die , wie auch aus anderen Regionen bekannt, als schwerbrüstig, mit breiten Schenkeln und Hüften dargestellt wird. Sie ist nackt oder mit einem Leopardenfell bekleidet und thront auf einem Katzentier.

Die weiblichen Darstellungen überwiegen schon in der Anfangszeit. So kommen auf 33 weibliche Skulpturen nur acht männliche. Die Männer reiten oft auf einem Stier oder Leoparden. Die Figuren sind klein, oft nur wenige Zentimeter und selten mehr als zwanzig Zentimeter groß. Sie wurden aus verschiedenen Materialien wie weichem Kalkstein, Bimsstein oder Alabaster, gebranntem Ton, vulkanischem Fels oder Marmor hergestellt. Auch Stalagtiten und Stalagmiten aus Höhlen wurden gerne künstlerisch bearbeitet. Die meisten Materialien stammen von außerhalb der Konya- Ebene. An künstlerischer Vielfalt und Ausdruckskraft übertreffen die Figuren alles bisher aus früher Zeit bekannte. Die Entstehungszeitbestimmung ist allerdings schwierig, da bekannt ist, daß Kultstatuetten über lange Zeit in Gebrauch bleiben und oft in Schichten gefunden werden, in denen sie nicht entstanden sind.

Solange nicht die Werkstätten gefunden werden , in denen die Figuren hergestellt wurden, ist auch nicht zu sagen, ob die auffallenden stilistischen Unterschiede einer Entwicklungslinie entsprechen oder Ausdruck der künstlerischen Vorstellungen und des handwerklichen Könnens ihrer Schöpfer sind. Auffallend ist jedoch, daß in den jüngeren Schichten männliche Statuetten fast garnicht mehr vorkommen. Es gibt dafür den Erklärungsversuch, daß mit der Zunahme der Bedeutung von Ackerbau und Viehzucht die Bedeutung der Frau zugenommen hat , während mit der Abnahme von Jagd und wilden Tieren die Fähigkeiten des Mannes mehr in den Hintergrund traten. Demnach waren die Zeiten noch friedlich, denn der Mann als Krieger und Verteidiger von Haus und Familie spielte offenbar noch keine große Rolle.

Auf den Wandbildern findet sich sehr häufig die Darstellung von Geiern, die über Tote ohne Kopf herfallen. Es handelt sich wahrscheinlich um einen, auch später im Orient noch anzutreffenden Begräbnisbrauch, der den toten Körper den Geiern überläßt, die ihn völlig vom verweslichen Fleisch befreien. Die Skelette konnten dann ohne Probleme in den Häusern unter den Plattformen beigesetzt werden. Dazu wurden sie in Tücher oder Häute eingewickelt. Man gab ihnen Schmuck, Waffen und Gegenstände mit. Auch Nahrungsmittel für die Reise ins Jenseits fehlten nicht. Es gibt hier also keinen wesentlichen Unterschied zu den Begräbnisbräuchen der späteren Hochkulturen von Ägypten oder Mesopotamien.

Doch auch die technischen Fähigkeiten dieser Kultur waren ihrer Zeit weit voraus. Es gab Werkzeuge, Spiegel, Schmuckperlen mit Löchern, die feiner sind als eine Stahlnadel und Gewebe, das ohne Webstuhl nicht hergestellt werden konnte. Andererseits fanden sich in den mehr als 200 ausgegrabenen Räumen nur eine Sichel und weniger als ein Dutzend Kernstücke aus Obsidian, ein einziger Spinnwirtel und nicht ein einziges Webstuhlgewicht. Möglicherweise liegt dies daran, daß man den falschen Stadtteil ausgegraben hat und daß erst weitere Grabungen auf das "Gewerbegebiet" stoßen , möglicherweise haben aber auch die Bewohner, als sie nach 800 Jahren die Stadt für immer verließen, alles für das tägliche Leben wichtige mitgenommen, um sich an einem anderen Ort neu anzusiedeln.

Das Klima hatte sich in dieser Gegend nämlich relativ rasch verändert. Die durch die Katastrophe des Asteroideneinschlags verursachte Klimaverschlechterung verschwand mehr und mehr. Infolgedessen ließen auch die dadurch verursachten Regenfälle nach. Das Klima wurde zunehmend wärmer und trockener, woran auch der Mensch wahrscheinlich seinen erheblichen Anteil hatte. Durch die von ihm durchgeführte Abholzung der Wälder trocknete das Land zusätzlich aus. Flüsse versiegten und die Seen versalzten. Damit schwand der Lebensraum für das jagdbare Wild und auch die Weiden für die Haustiere vertrockneten. Es lag also nahe, seine Habe zu packen und in ein Gebiet zu ziehen, das all die guten Eigenschaften , die man vorher hier gefunden hatte, noch besaß. Und um 5700 v. Chr. war es noch nicht schwer, entsprechenden Siedlungsraum zu finden.

So erbrachte zum Beispiel eine Grabung am oberen Tigris in der Provinz Diyarbakir , die in den siebziger und frühen achtziger Jahren dieses Jahrhunderts durchgeführt wurde, daß auch hier ähnliche Nutzpflanzen und Nutztiere vorhanden waren und Kupferblech verwendet wurde. Die Datierung dieser Funde liegt bei 7250 - 6750 v. Chr. also eher noch vor Catal Hüyük. Die Stadt war also kein Einzelfall in diesem Bereich, wenn auch die besondere Bauweise und die Qualität ihrer Kunstwerke etwas Besonderes darstellt.

Das Erstaunliche , für das es bisher noch keine Erklärung gibt , ist jedoch, daß auf diese Zeit mit einer relativ hoch entwickelten Kultur eine Pause von nahezu 3000 Jahren folgt, bis sich wieder kulturelles Leben in dieser Region zeigt. Denn während in den Hochkulturen des Zweistromland um 3000 v. Chr. die Schrift erfunden wurde, gab es in Anatolien zu dieser Zeit nur eine armselige primitive Dorfkultur. Die fortschrittlichen Träger der Kultur von Catal Hüyük hatten sich entweder woanders erfolgreich niedergelassen und ihr neuer Siedlungsplatz wurde noch nicht entdeckt, oder sie waren bei ihrer Suche nach einem neuen Siedlungsplatz irgendwo zusammen mit ihrer Kultur und ihrem Wissen zugrundegegangen. Eine die Zeitlücke von 3000 Jahren füllende entsprechende Kultur wurde jedenfalls bisher noch nicht gefunden.

Wenn man all diese Gegebenheiten zusammenfaßt, so deutet sehr viel darauf hin, daß es sich bei den Einwohnern von Catal Hüyük um Überlebende der Sintflutkatastrophe von 8500 v. Chr. handelte, die ähnlich wie die ersten Bewohner von Iberien in den nachfolgenden Jahrhunderten in den geschützt liegenden Hochebenen eine Möglichkeit des Überlebens fanden. Als die Natur und das Klima sich wieder normalisierten, zogen sie in Flußebenen und in die Nähe des Meeres, wo die Lebensbedingungen günstiger waren.

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